Am diesjährigen „Tag der Pflege“ bot Ratiopharm Ulm nicht nur sportlich, sondern auch menschlich eine starke Leistung. Rund 3.000 Pflegekräfte waren in die Arena eingeladen worden – und sie bekamen ein Spiel zu sehen, das an Spannung kaum zu überbieten war. Mit 87:86 setzten sich die Ulmer knapp, aber verdient gegen den englischen Serienmeister London Lions durch und feierten damit ihren vierten Sieg im BKT EuroCup.
„Es freut mich immer wieder, wenn wir neue Gesichter bei uns in der Arena begrüßen dürfen. Ich hoffe, wir konnten alle Zuschauer heute davon überzeugen, unsere Spiele auch in Zukunft zu besuchen“, erklärte Cheftrainer Ty Harrelson nach dem Erfolg.
Teamgeist als Schlüssel zum Erfolg
Der Erfolg war eine echte Mannschaftsleistung – sechs Spieler punkteten zweistellig. Das betonte auch Nationalspieler Nelson Weidemann: „Die Qualität unserer Würfe war heute wesentlich besser als in den vergangenen Spielen, und zusätzlich haben wir besser auf den Ball aufgepasst. In der Transition haben wir uns mit unserer verbesserten Verteidigung einen großen Vorteil erarbeitet. Wir sind als Mannschaft aufgetreten und haben als Mannschaft gewonnen.“
Zauberhaft zur Pausenführung
Bereits in den Anfangsminuten zeigte Point Guard Mark Smith, warum er einer der auffälligsten Spieler im Ulmer Trikot ist. Mit einem sehenswerten And-One-Korbleger eröffnete er den Punktereigen. Auch Tobias Jensen und Len Schoormann präsentierten sich in Spiellaune und sorgten für offensive Highlights.
Die London Lions nutzten zwar die Foulprobleme der Gastgeber und kamen im ersten Viertel zum Ausgleich (23:23), doch ein heißgelaufener Len Schoormann leitete im zweiten Abschnitt einen Ulmer Lauf ein, der die Gäste unter Druck setzte. Nach einer Auszeit fanden die Lions wieder ins Spiel, konnten die 41:34-Halbzeitführung der Ulmer aber nicht verhindern.
Gekämpft und gewonnen
Nach der Pause machten die Hausherren dort weiter, wo sie aufgehört hatten: mit viel Energie und Offensivdrang. Ein schneller 7:2-Lauf brachte zunächst Luft, doch London blieb über Freiwürfe in Schlagdistanz. Diego Garavaglia überzeugte mit Einsatz und wichtigen Aktionen (60:56; Q3).
In der Schlussphase entwickelte sich ein echter Krimi. Schoormann und Chris Ledlum stemmten sich gegen die starke Physis der Lions, während Weidemann in der Crunchtime von der Dreierlinie heiß lief. Der deutsche Nationalspieler verwandelte drei Distanzwürfe in entscheidenden Momenten – und führte seine Ulmer zum umjubelten 87:86-Heimsieg.
Heiß, heißer, Weidemann
Mit 17 Punkten avancierte Nelson Weidemann zum Matchwinner des Abends. Doch auch seine Teamkollegen lieferten ab: Len Schoormann (14), Chris Ledlum (11), Tobias Jensen (10), Malik Osborne (10) und Diego Garavaglia (10) sorgten für die nötige Breite im Scoring.
Ein Abend, der sportlich wie emotional in Erinnerung bleibt – ein Sieg für die Uuulmer und ein herzliches Dankeschön an alle Pflegekräfte, die an diesem besonderen Tag im Mittelpunkt standen.


