Trotz der unglaublichen Unterstützung von zahlreichen gemeinnützigen Helfern unterliegt Ratiopharm Ulm knapp mit 85:81 gegen U-BT Cluj-Napoca.

Die Ulmer starteten furios mit einem 8:0 Lauf in die Partie. Insbesondere L.J. Figueroa zeigte sich spielfreudig und erzielte die ersten acht Zähler, darunter zwei Würfe von jenseits der Dreipunktelinie. Nach kurzen Startschwierigkeiten wachten die Gäste auf und starteten zu ihren Gunsten einen 8:0 Lauf. Somit herrschte nach drei Minuten Spielzeit erneut Gleichstand. Auch im Laufe des ersten Spielabschnitts legten beide Teams offensiv ein hohes Tempo an den Tag, auch in der Verteidigung ging es auf beiden Enden des Feldes robust und intensiv zur Sache. Mitten in dieser Phase generierten die Ulmer einige Stopps (6 Steals), schalteten schnell um und bestraften die Fehler der Gäste gnadenlos mit einem 9:0 Lauf. Der erste Korberfolg im zweiten Spielabschnitt ließ etwas auf sich warten. Dann erlöste Kapitän Tommy Klepeisz die volle Halle und ließ den Knoten mit zwei Dreiern in Serie platzen. In der nächsten Angriffssequenz zelebrierten die Rängen den wohl schönsten Korberfolg – eine Offensivaktion aus dem Lehrbuch: sehenswert ließen die Ulmer den Ball mannschaftsdienlich durch die eigenen Reihen zirkulieren bis George de Paula nach mehreren Pässen den herrlichen Spielzug per Dreier vollendete. Mit einer engagierten und konsequenten Defensive folgte dann der nächste 8:0 Lauf und die erste zweistellige Führung. Gegen Ende der ersten Hälfte disqualifizierte das Schiedsrichtergespann den besten Scorer der Rumänen Dennis Seeley aufgrund einer Tätlichkeit. In dieser Phase kämpften die Gäste um jeden Zähler, während die Uuulmer mit einem erfolgreichen And-One von Juan Núñez die erste Halbzeit eindrucksvoll beendeten (51:36, HZ.).
Auch nach dem Seitenwechsel war die Ulmer Marschroute weiter klar ersichtlich: Schnelle Hände in der Verteidigung, körperbetonte Gangart und schnelles Umschalten. In der Halbfeldoffensive schien der Korb erstmals vernagelt, aber kein Problem: Nach dem Rebound ging es erneut sehr schnell, Trevion Williams bediente von der Mittellinie den eingelaufenen Figueroa per Alley-oop Anspiel und gemeinsam sorgten die beiden Highlight-Produktionsmaschinen für das erste spektakuläre Play in der zweiten Hälfte. Dennoch ging die offensive Leichtigkeit aus den ersten beiden Durchgängen in Folge etwas abhanden. Diese Schwächephase nutzten die Gäste kompromisslos aus und verkürzten vor dem Schlussabschnitt nochmals auf elf Punkte. Ein 11:0 Lauf des rumänischen Meisters verkürzte den Ulmer Vorsprung auf zwei Punkte. Fünf Minuten vor Ende übernahm Cluj mit einem Dreier erstmals in dieser Partie die Führung. Es entwickelte sich eine wilde Partie, die unübersichtlich und hektisch erschien. Die Schlussminuten waren demnach auf beiden Seiten geprägt von Fehlern. Die Hausherren begehen den einen zu viel und verlieren trotz einer starken ersten Hälfte am Ende.
Ulms Head Coach Anton Gavel:„Danke an alle die heute Abend in der Arena waren und uns über das komplette Spiel lautstark unterstützt haben. Es ist sehr besonders vor einer solche Kulisse im EuroCup zu spielen. Zum Spiel: In der zweiten Hälfte waren wir nicht in der Lage Stopps zu kreieren, speziell im letzten Viertel. Offensiv habe ich die Spieler nicht in die richtige Abschlusspositionen geschickt, vor allem als Cluj den entscheidenden Lauf gestartet hat.”

