Ratiopharm Ulm muss sich trotz tollem Comeback Bourg en Bresse geschlagen geben

Ratiopharm Ulm unterliegt im Topspiel Mincidelice JL Bourg en Bresse mit 84:89 und beendet die Hinserie im EuroCup auf Platz vier. Am Freitag beginnt dein Ulmer Highlightwochende.

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Foto: PM BBU

„Beide Mannschaften spielen einen sehr offensiven Basketball – für die Zuschauer wird es sicher ein Interessantes Spiel“, preiste Ulm Head Coach Anton Gavel vor der Partie an und sollte zunächst recht behalten. Über Karim Jallow zum Blitzstart gekommen, attackierten die Hausherren mit ordentlich PS die Zone (5/7), die Franzosen feuerten derweil von außen (3/5) und sorgten so für einen engen Schlagabtausch (10:9, 5.). Nachdem es bei Gleichstand ins zweite Viertel ging (17:17) viel es den Gastgebern in der Rückwärtsbewegung sichtlich schwer, den Gegner von einfachen Punkten abzuhalten. In dieser Phase beim Rebound oft den Schritt zu langsam und unsauber im Ballvortrag (11 TO), hatten die Ulmer auch zunehmend mit zurückgehenden Abschlussquoten zu kämpfen. So schloss sich einem 15:2-Run (23.) kurze Zeit später ein 8:2-Run (27.) an. In beiden Fällen durchbrach zwar Kapitän Tommy Klepeisz von außen, konnte bis zur Pause den Stein aber auch nicht entscheidend ins Rollen bringen (33:53).

Bereits vor der Partie lag ein großes Augenmerk auf den Youngstern Pacôme Dadiet und Noa Essengue auf Ulmer Seite, Topscorer Zaccharie Risacher bei Bourg en Bresse. Zwar ging Bresse´Ausnahmetalent zu Beginn der zweiten Halbzeit voran (17 Pkt), doch musste er mitansehen, wie Landsmann Dadiet einen 11:0-Lauf seiner Mannschaft initiierte. Ballgewinn um Ballgewinn preschten die Ulmer für vier Minuten ununterbrochen nach vorn und versenkten den Ball unter dem lauten Aufschrei der Arena (47:56, 24.). Nach kurzer Feuerpause war der Schlussspurt spätestens mit einem Dadiet-Doppelschlag, der den Rückstand wieder einstellig machte, besiegelt (32.). Von der Freiwurflinie, dann per Dreier auf zwei Punkte herangerückt, ließ die unmittelbare Antwort der Franzosen Shooter nicht lange auf sich warten (79:85, 39.). In der Schlussminute fehlt einem Dreier von Juan Nunez die letzte Schärfe, um doch noch eine Overtime zu erzwingen.

Ulms Head Coach Anton Gavel: „Glückwunsch an Coach Fauthoux und sein Team für den Sieg. In der ersten Hälfte haben wir uns ein eigenes Loch gegraben, wodurch das zweite Viertel mit -20 verloren ging. Gegen ein Top-Team wie Bresse ist es schwer sich davon zu erholen und zurückzukommen. Positiv ist, dass wir uns nicht aufgegeben und gekämpft haben. Allerdings waren wir defensiv zu anfällig, haben am Ende 89 Punkte zugelassen und wollten zu viel über Einzelaktionenlösen. Um erfolgreich zu sein, müssen wir als Team funktionieren und den Ball laufen lassen.“