Ratiopharm Ulm besiegt Gruppensieger Mincidelice JL Bourg en Bresse mit 85:81 und sichert sich damit Platz vier und den Heimvorteil im EuroCup-Achtelfinale.

Schneller Dreier, spektakulärer Alley-Oop und ein sehenswerter Drive – auch in Frankreich starteten die Ulmer stark in die Partie und gaben zu Beginn die Richtung vor (0:7, 2.). Als sich dadurch ein erstes Punktepolster ergab, kam nun allerdings auch Bresse offensiv ins Laufen. Doch immer wieder setzte die jugendliche Raffinesse auf Ulmer Seite wichtige Impulse: Pacôme Dadiet durch die Zone (3/4 2P) und Tobias Brahe Jensen von außen (1/1 3P) von außen sorgten für eine verdiente Führung nach dem ersten Viertel (17:27). Als sich die Mannschaft ab Minute 16 mit Dadiet (18), Jensen (19) und Noa Essengue (17) stark verjüngte, tat dies dem Offensivdrang des deutschen Meisters keinen Abbruch – ganz im Gegenteil. Konsequente Reboundarbeit und abgezockte Durchschlagskraft zum Korb führten zu einem 10:3-Run, ließen die 50-Punkte-Marke fallen und mündeten in der 52:42-Halbzeitführung.
In Durchgang Nummer zwei nahm die Intensität auf beiden Seiten an Fahrt auf. Gerade unter den Körben ging es immer hitziger zur Sache. Weiter behielten die Ulmer bei guter Entscheidungsfindung im Abschluss unter dem Brett die Oberhand (69% 2P) und schlossen, wie es Youngster Dadiet bei seinem krachenden Dunk zelebrierte, effektiv ab (49:67, 26.). Beim Stand von 60:70 wurde der Schlussabschnitt eingeläutet und die Mannschaft von Anton Gavel zunächst keineswegs müde, um auf erfolgreiche Aktionen des Gruppensiegers Antworten folgen zu lassen. Gerade die Reboundgewalt unter dem Korb (46/32) ließ die Ulmer zunächst die Kontrolle behalten. In Minute 36 setzte der Gastgeber dann allerdings zu seinem letzten großen Aufbäumen an. Über schnelle Gegenstöße in der Umschaltbewegung initiierte Topscorer Zaccharie Risacher (20 Pkt) einen 11:2-Run, der sein Team wieder auf einen Punkt heranbrachte (81:80). Am Ende ist es einmal mehr ein Rebound, der letzte von 29 unter dem defensiven Brett, welcher Center Trevion Williams erfolgreich an die Linie bringt. ratiopharm ulm gewinnt sein letztes Gruppenspiel mit 85:81 und sichert sich damit den Heimvorteil für das Achtelfinale im EuroCup.
Ulms Center Trevion Williams: „Wir haben die Energie von Beginn an hochgehalten und unseren Gegner damit über die komplette Spielzeit gefordert. Ich bin ich sehr stolz auf unsere Mannschaftsleistung.“

