Ratiopharm Ulm hat in Spiel zwei der Playoff-Halbfinalserie eine Niederlage hinnehmen müssen: Bei den FIT/One Würzburg Baskets unterlag das Team mit 77:87. Damit steht es nun 1:1 in der Best-of-Five-Serie.
Die Ulmer starteten mit viel Energie in die Partie – allen voran Tobias Jensen, der als „Danish Dynamite“ früh offensive Akzente setzte. Ein 5:0-Start ließ die Hausherren jedoch kalt. Mit aggressiver Verteidigung zwangen die Würzburger die Gäste zu frühen Ballverlusten (5 Turnover), die sie konsequent in Punkte umwandelten (10:14). Doch Noa Essengue hielt mit seinem Einsatz am offensiven Brett dagegen und sorgte für den 20:20-Ausgleich zum Ende des ersten Viertels.
Würzburg nutzt Dreierregen zur Führung
Im zweiten Abschnitt sorgte Neuzugang Nate Hinton mit Einsatz auf beiden Seiten des Feldes für neue Impulse. Besonders die Offensivrebounds der Gäste schienen nun ein Schlüssel zu sein – Davion Mintz nutzte die daraus resultierenden zweiten Chancen effektiv von der Dreierlinie (29:35). Doch die Würzburger fanden schnell zurück in ihren Rhythmus: Aubrey Dawkins traf zwei schnelle Dreier, die die Führung der Hausherren weiter ausbauten (33:44). Nur Essengue konnte den Run stoppen und verkürzte kurz vor der Pause spektakulär auf 37:46.
Ulmer kämpfen sich zurück – doch Lewis und Seljaas bringen die Entscheidung
Mit einem Block von Nico Bretzel begann Ulm das dritte Viertel mit frischem Elan. Die Gäste arbeiteten sich heran, auch wenn Würzburg an der Freiwurflinie die Nerven behielt (48:53). Eine Auszeit von Coach Danny Harrelson brachte Würzburgs Defensive wieder in die Spur. Karim Jallow sorgte für Ulm weiter für wichtige Impulse, doch Mike Lewis konterte mit neun Punkten in Serie – und stellte den alten Abstand wieder her (57:66).
Im letzten Viertel war es Alfonso Plummer, der mit einem sehenswerten And-One die ersten Feldpunkte erzielte. Ulm schöpfte neue Hoffnung, besonders als Ben Saraf aufdrehte. Der israelische Nationalspieler hielt die Ulmer mit kreativen Aktionen im Spiel (70:72), während Essengue bereits ausgefoult auf der Bank Platz nehmen musste. Doch wie schon im ersten Spiel war es Mike Lewis, der in der Crunchtime Verantwortung übernahm und wichtige Würfe traf (74:82). Letztlich waren es zu viele Fehler in der Ulmer Offensive, die Zachary Seljaas von der Freiwurflinie eiskalt bestrafte (77:87).
Die Würzburg Baskets gleichen mit diesem Heimsieg die Serie aus und sorgen für ein weiterhin offenes Halbfinalduell. Spiel drei wird zeigen, ob Ulm sich erneut zurückmelden kann.
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