Wenn wir früher zu einem bestimmten Thema recherchieren wollten, mussten wir in der Regel in die Bibliothek. Abgesehen von Büchern und Zeitschriften gab es schließlich keine verlässlichen Informationsquellen. Diese Zeiten sind inzwischen vorbei, was neben der Bildungslandschaft sowohl den gewerblichen als auch privaten Bereich verändert hat. Welche Recherchemöglichkeiten wir im digitalen Zeitalter haben, ist Gegenstand dieses Artikels.

Akademische Journale
Akademische Journale sind nur selten die richtige Wahl für Recherchen, was zum einen an ihrer Komplexität und zum anderen an ihrer Zugänglichkeit liegt. Letzteres hängt vor allem damit zusammen, dass meistens nur Dozenten und Studenten kostenlosen Zugriff auf die Inhalte haben. Alle anderen müssen oft hohe Summen bezahlen, was die meisten abschrecken dürfte. Lediglich bei wissenschaftlichen Arbeiten sind akademische Journale die erste Wahl, da sie als anerkannte und verlässliche Quellen gelten. Heutzutage sind die meisten akademischen Journale in digitalem Format über wissenschaftliche Datenbanken abrufbar.
Informationsportale
Im Internet gibt es Webseiten zu den unterschiedlichsten Themen, aber wenn es um umfassende Recherchen geht, gehören Informationsportale mit Themensammlungen zu den besten Anlaufstellen. Sie enthalten viele Artikel, die spannende Themen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Bei diesen Themen kann es sich unter anderem um Klima, Medizin, Politik, Technik oder Wirtschaft handeln. Nahezu jedes Informationsportal verfügt über eine Suchfunktion, um die gesuchten Informationen leichter zu finden.
Soziale Medien
Social Media eignet sich vor allem zur Recherche von Schlagzeilen. Tatsächlich hören wir heutzutage auf sozialen Plattformen schneller von aktuellen Ereignissen als in den Nachrichten. Doch selbst wenn es um die Recherche von spezifischen Themen geht, sind soziale Plattformen wie Facebook, Instagram und Co. keine schlechte Anlaufstelle. Es gibt schließlich diverse Gruppen, Profile oder vergleichbare Communitys, die sich gezielt mit bestimmten Themen befassen. Einige davon sind seriös und können mit fundiertem Fachwissen punkten.
E-Books
Obwohl E-Books bisher nicht so beliebt wie gebundene Bücher sind, erfreuen sie sich einer zunehmenden Beliebtheit. Sie werden meistens zur Unterhaltung genutzt, sind jedoch auch als Recherchematerial geeignet. Selbst wissenschaftliche Bücher werden immer häufiger zusätzlich als E-Book angeboten. Zu den entscheidenden Vorteilen von E-Books gehören Kosten, Praktikabilität und Verlinkungen, um tiefer in das Thema einzutauchen.
Onlinekurse
Eine noch recht junge Art zu recherchieren, sind Onlinekurse. Zugegebenermaßen eignen sie sich aufgrund des mit ihnen verbundenen Aufwands weniger für kurze Recherchen. Wer sich hingegen intensiv mit einem Thema befassen möchte und bereit ist, dafür zu bezahlen, findet mit Onlinekursen eine echte Möglichkeit, fundiertes Wissen zu erlangen. Wie gut ein Onlinekurs letztendlich ist, hängt logischerweise von dem jeweiligen Anbieter ab. Es gibt viele Kurse, die von Professoren oder anderen Experten entwickelt wurden und gute bis sehr gute Bewertungen haben.
Suchmaschinen
Alle der obigen Recherchequellen lassen sich durch die Nutzung von Suchmaschinen wie Google und seine Alternativen finden. Die Bedienung einer Suchmaschine ist einfach, sodass jeder mit wenigen Klicks relevante Informationen abrufen kann. Nur bei sehr spezifischen Themen stoßen Suchmaschinen manchmal an ihre Grenzen. Zudem dürfen wir nicht vergessen, dass die angezeigten Ergebnisse durch Suchmaschinenoptimierung beeinflusst wurden. Obwohl die Algorithmen weit besser als früher funktionieren, können auf der ersten Seite immer noch Webseiten erscheinen, die nicht so relevant sind, wie sie scheinen. Es ist daher ratsam, sich nicht immer an die ersten Ergebnisse zu halten.

