Regierung rückt von Massentests symptomfreier Menschen ab

Die Bundesregierung rückt offenbar von der Strategie der Massentests gegen das neuartige Coronavirus ab. Es sollen keine Millionen Tests an symptomfreien Menschen durchgeführt werden, berichtet die „Welt“ (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf einen noch unveröffentlichten Gesetzentwurf. Demnach macht das Papier nun keine Aussagen mehr zur Teststrategie.

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Noch in der vergangenen Woche war in einem internen Gesetzentwurf die Rede von der „Verfolgung der Strategie“ durch „verstärkte symptomunabhängige Testungen die stufenweise Rückkehr zum normalen Wirtschaftsleben zu ermöglichen“. Der bisherige Gesetzentwurf ging davon aus, dass „geschätzt etwa viereinhalb Millionen PCR-Tests pro Woche zusätzlich durch die GKV zu tragen sein“ würden. In dem neuen Papier ist laut Zeitung derzeit nicht mehr von Millionen zusätzlichen Tests die Rede.

Stattdessen heißt es: „Je einer Million zusätzlicher ungebündelter Tests entstehen der GKV bei Kostenübernahme Mehrausgaben von ca. 60 Millionen Euro.“ Dies würde laut Gesetzentwurf Kosten für Krankenbehandlungen in nicht quantifizierbarer Höhe vermeiden. Damit hält sich die Bundesregierung zwar gesetzlich einen Strategiewechsel bei den Testungen offen, forciert ihn aber nicht mehr.