Nach Gesprächen mit der Regierung von Schwaben sind nun weitere Entscheidungen gefallen, wie es strukturell mit der Hospitalstiftung Dinkelscherben weitergeht. Dabei wurde seitens der Regierung eine klare Richtung vorgegeben.

Regierungspräsident Dr. Erwin Lohner steht Rückzug der Kirche restriktiv gegenüber| Foto: StMI/Schedensack

Vor über einer Woche hatte der Vorstand der Hospitalstiftung seinen Wunsch gegenüber der Öffentlichkeit zum Ausdruck gebracht, dass es am ehesten dem u.a. durch das Bürgerkomitee zum Ausdruck gebrachten Willen entspreche, wenn die Bürger vor Ort selbst die Verantwortung für die Hospitalstiftung Dinkelscherben übernehmen könnten und die Kirche sich gänzlich zurückziehe. Dazu wollte der Vorstand mit Unterstützung von Diözesan-Caritasdirektor Domkapitular Dr. Andreas Magg das Gespräch mit dem Präsidenten der Regierung von Schwaben führen. Dieses Gespräch hat inzwischen stattgefunden.

Regierung steht Rückzug der Kirche restriktiv gegenüber

Laut den Beteiligten dieses Gespräches auf kirchlicher Seite steht der Präsident der Regierung von Schwaben, Dr. Erwin Lohner, einer Änderung der Satzung der Hospitalstiftung Dinkelscherben und einen damit verbundenen völligen Rückzug der Kirche aus dem Verwaltungsausschuss der Hospitalstiftung Dinkelscherben restriktiv gegenüber. Die Regierung von Schwaben sehe als Stiftungsaufsicht den Bezug zur katholischen Kirche weiterhin gegeben.

Damit erfüllt sich nicht der Wunsch  des Diözesan-Caritasdirektors Domkapitular Dr. Andreas Magg und des bisherigen Vorstands Dr. Ulrich Hörwick, die Stiftung gänzlich in die Verantwortung der Bürger bzw. den Gemeinden Dinkelscherben und Zusmarshausen zu übertragen. Damit aber dennoch die Bürger mit ihren Vertretern im Verwaltungsausschuss die gesicherte Mehrheit für sich haben, zieht der Diözesan-Caritasverband seinen Vertreter im Verwaltungsausschuss, Dr. Ulrich Hörwick, mit Wirkung vom 8. Februar 2019 bis auf weiteres zurück. Dasselbe gilt auch für Peter Kindermann als Vertreter des Domkapitels. Die damit frei werdenden Sitze werden bis auf weiteres nicht nachbesetzt. Dieser Maßnahme hat der Regierungspräsident Dr. Lohner zugestimmt. „Auch wenn wir keinen Erfolg mit unseren Vorstellungen von einer Satzungsänderung hatten, so ist jetzt doch eine gute Lösung gefunden, die dazu beitragen kann, den Konflikt, der weit über Sachfragen in Dinkelscherben hinausging und zunehmend von einer offensichtlich bewusst eskalierten Politik der Empörung dominiert wurde, wieder einzufangen“, sagte Dr. Hörwick am Donnerstag, 7. Februar 2019.

Zukunft der Stiftung soll sichergestellt werden

Der neue Verwaltungsausschuss mit seiner Mehrheit aus Bürgervertretern aus Dinkelscherben und Zusmarshausen hat jetzt die Verantwortung, angedachte Maßnahmen in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben anzugehen. Die Regierung von Schwaben erwartet vom neuen Verwaltungsausschuss ein in allen Belangen schlüssiges Business- und Finanzierungskonzept.