Regierungsberater für Lockerung der europäischen Schuldenregel

Der Ökonom Tom Krebs wirbt für eine Reform der europäischen Schuldenvorgaben. „Ich halte es für richtig, dass es eine Schuldenregel gibt. Aber eine Zielmarke von 60 Prozent erscheint in Zeiten niedriger Zinsen nicht mehr zwingend“, sagte Krebs der Wochenzeitung „Die Zeit“.

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Aus seiner Sicht würden sich 90 Prozent anbieten. „Das wäre ein Wert, der auch für höher verschuldete Länder realistisch ist.“ Krebs ist Wirtschaftsprofessor an der Universität Mannheim.

Im September wurde er von Olaf Scholz als Berater ins Finanzministerium geholt, wo er maßgeblich an der Ausarbeitung der Krisenpolitik mitwirkte. Krebs zufolge soll auch eine solche reformierte Regel der nationalen Haushaltspolitik Grenzen setzen. „Wenn man unter dieser Quote liegt, sollte man eine gewisse Freiheit haben, darüber muss es einen Plan geben, wie man das wieder zurückführt“, sagte er.