Der Unternehmer Reinhold Würth würdigt die historische Bedeutung des Grundgesetzes. „Ich selbst durfte im Jahr meiner Konfirmation diese Neugründung unseres Staates miterleben. In der Rückschau eines 84-Jährigen erfüllt mich heute Dankbarkeit in vielerlei Hinsicht. Es war eine grandiose Leistung des parlamentarischen Rats – geprägt noch von den Schrecken der Gräuel des Nationalsozialismus – eine Verfassung aufzubauen: Eine stabile vielfältige Demokratie ist herangewachsen, weder die 68er Revolution noch die Rote-Armee-Fraktion, weder Rechts- noch Linksextremismus konnten unsere Bundesrepublik Deutschland schädigen“, schreibt Würth in einem Gastbeitrag für die „Heilbronner Stimme“ (Donnerstagsausgabe). Ausgabe des Grundgesetzes in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur

Die Verfassungsorgane seien „wohl etabliert, allen voran das von mir so hoch geschätzte Bundesverfassungsgericht. Die dort gefällten Entscheidungen `im Namen des Volkes` sind dem Grundgesetz, der Rechtssetzung des Europäischen Gerichtshofs und der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen untrennbar verbunden – welches Glück für uns Bürger, nun schon 70 Jahre in Frieden, in Freiheit leben zu dürfen. Dazu kommt als Glücksgeschenk der Geschichte die deutsche Wiedervereinigung von 1989“, schreibt der Unternehmer weiter.

Reinhold Würth hatte den Zweiten Weltkrieg als Kind miterlebt, sein Vater gründete die Firma Würth im Juli 1945. Vergangenes Jahr setzte die in Künzelsau beheimatete Würth-Gruppe 13,6 Milliarden Euro um. Das Betriebsergebnis lag bei 870 Millionen Euro vor Steuern.