Einer der führenden deutschen Rentenexperten, der Münchner Max-Planck-Wissenschaftler Axel Börsch-Supan, hat die SPD-Pläne für eine Grundrentenpläne ohne Bedürftigkeitsprüfung kritisiert. Zwar teile er die Meinung der SPD, so Börsch-Supan gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“, „dass man die Leute nicht zum Sozialamt schicken soll.“ Doch nach dem derzeitigen SPD-Konzept lägen „zwei Drittel der Menschen, die Grundrente bekommen sollen, im mittleren Einkommensbereich oder sogar im oberen Einkommensdrittel“.

rentenexperte-kritisiert-spd-plaene-fuer-grundrente-ohne-pruefung Rentenexperte kritisiert SPD-Pläne für Grundrente ohne Prüfung Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen 2018 2020 Beamte Bundesregierung Ergebnisse Es Geld MAN Max-Planck-Institut Menschen Mitglied Prüfung SPD | Presse AugsburgSenioren, über dts Nachrichtenagentur

Dies, erklärte der Rentenexperte, liege im Wesentlichen „daran, dass der Ehepartner entsprechend viel verdient hat. Oder daran, dass die Betroffenen Beamtenpensionen bekommen.“ Börsch-Supan warnte: Es gäbe dann „eine ganze Menge Menschen, die berechtigt wären, Grundrente zu erhalten, obwohl sie gut verdienende Beamte sind“. Das halte er für falsch. „Der Staat“, so Börsch-Supan, „hat kein Geld zu verschenken an reiche Leute“. Er empfahl eine Prüfung, wie der Staat sie auch vornehme, wenn jemand Subventionen beantrage. Börsch-Supan ist Direktor am Münchner Max-Planck-Institut für Sozialrecht und Sozialpolitik. Außerdem ist er Mitglied der von der Bundesregierung Mitte 2018 eingesetzten Rentenkommission, die spätestens bis März 2020 ihre Ergebnisse präsentieren soll.