„Respektlos“ | Augsburgs OB kritisiert Bündnispartner wegen Umgang mit Bildungsreferenten

Die Anwürfe von SPD und Grünen im Augsburger Stadtrat gegen Bildungsreferent Hermann Köhler weist Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl auf das Schärfste zurück.

anstich-herbstplaerrer19-73 "Respektlos“ | Augsburgs OB kritisiert Bündnispartner wegen Umgang mit Bildungsreferenten Augsburg Stadt News Newsletter Politik CSU Gribl Grüne Köhler Augsburg SPD Stadtrat | Presse Augsburg
Gribl weist Kritik an Bildungsrefent Köhler zurück | Foto: Bruder

„Fest steht: Hermann Köhler hat sich um die Schulentwicklung und den Bildungsstandort Augsburg enorme Verdienste erworben. Vielmehr haben diejenigen, die jetzt Kritik an ihm üben, in Zeiten eigener Verantwortung gerade im Bereich der Schulsanierungen strategisch und operativ versagt“, so der OB. Die Folge sei „eine Substanzverwahrlosung sondergleichen, die Hermann Köhler erstmals mit einem ganzheitlich angelegten Masterplan angeht und nach und nach abarbeitet“, so der OB. Dies geschehe im Übrigen mit einer beispiellosen Rückendeckung des Freistaats Bayern, der sich in Augsburg mit Spitzenfördersätzen im Rahmen des 300-Millionen-Kultur– und Bildungsförderprogramms engagiert.

Geschlossene Unterstützung erforderlich

Wie der Stadtchef weiter ausführt, werde die Arbeit für Hermann Köhler durch Rahmenbedingungen erschwert, die kein anderes städtisches Referat derart treffen wie den Verantwortungsbereich des Schulreferenten. Dazu zählen die dynamische Bevölkerungsentwicklung mit der enormen Zunahme von Schülern, die permanente gesetzliche Ausweitung der Betreuungsangebote und vor allem die verschärften Anforderungen an den Brandschutz, die gerade die Schulen mit älterer Bausubstanz besonders hart treffen. „Bei solchen Bedingungen braucht der Schulreferent geschlossene Unterstützung“, so der OB.

Portraet_Hermann_Koehler_quer_15 "Respektlos“ | Augsburgs OB kritisiert Bündnispartner wegen Umgang mit Bildungsreferenten Augsburg Stadt News Newsletter Politik CSU Gribl Grüne Köhler Augsburg SPD Stadtrat | Presse Augsburg
Bildungsreferent Köhler steht im Kreuzfeuer der Kritik | Foto: Stadt Augsburg

Millionen-Panne: Kein Grund zur Häme für die SPD

Vor diesem Hintergrund sei die Häme derer nicht nachvollziehbar, die nicht einmal ansatzweise Probleme dieser Größenordnung gelöst hätten. „Der SPD-Fraktionsvorsitzende Florian Freund versteigt sich sogar zu der Aussage, Hermann Köhler agiere glück- und kopflos. Mit Blick auf das Schweigen der SPD zu der unlängst passierten zig-Millionen schweren Panne im Bereich des SPD-geführten Sozialreferats ist die Attacke gegen Hermann Köhler respektlos und unanständig! Kollegen anderer Fraktionen haben sich jedenfalls mit Kritik am SPD-Sozialreferenten im Interesse einer guten Sachlösung zurückgehalten. Genauso ist es auch bei den Kommunikationsdefiziten gewesen, die der SPD-Ordnungsreferent in der Frage des Trinker- und Süchtigen-Treffs in Oberhausen oder in der eskalierenden Situation wegen Belästigungen durch Trinkerhotspots auf dem Rathausplatz und dem Elias-Holl-Platz zu verantworten hatte“, macht der OB deutlich.

mehr zum Thema: Willkommen im Wahlkampf – SPD kontert Kritik des Augsburger Oberbürgermeisters

Keine Team-Haltung der Grünen

Mehr Loyalität und eine kooperativere Haltung dürfe sich Hermann Köhler auch von den Grünenerwarten: „Die Aufgabe des Bildungsreferenten besteht darin, fachlich Prioritäten aufzuzeigen, um die Herkulesaufgabe der Schulsanierungen überhaupt meistern zu können. Anstatt den Referenten zu unterstützen, wird über intensive Debatten bei der Lösungsfindung geklagt. Das entspricht in keinster Weise der kollegialen Teamhaltung, wie sie die Grünen bei der Bewältigung krisenhafter Situationen gerne für sich in Anspruch nehmen“, macht OB Dr. Gribl in Erinnerung etwa an die Baumfällungen im Herrenbach deutlich.

2019-07-19-SPD-OB-Nominierung-–-37.jpg "Respektlos“ | Augsburgs OB kritisiert Bündnispartner wegen Umgang mit Bildungsreferenten Augsburg Stadt News Newsletter Politik CSU Gribl Grüne Köhler Augsburg SPD Stadtrat | Presse Augsburg
SPD-Mann Freund wird vom OB direkt angesprochen | Foto: Wolfgang Czech

Wahlkampf mit sachlichen Inhalten führen

Nachdrücklich macht der OB klar: „Der Erfolg dieser Stadtregierung lag und liegt immer noch im respektvollen Miteinander und in der wechselseitigen Unterstützung ungeachtet der Parteizugehörigkeit. Als Oberbürgermeister mahne ich dazu an, den Kommunalwahlkampf mit sachlichen Inhalten zu führen und nicht verdiente Leistungsträger zu beschädigen. Wie vor ihm kein anderer Bildungsreferent kann Hermann Köhler auf herausragende Erfolge verweisen, die gänzlich Ausdruck eines konzeptionellen, planvollen und fachlich versierten Vorgehens sind“, resümiert OB Dr. Gribl unter Verweis auf eine umfassende Liste von Schulbauprojekten zwischen 2011 und 2020, die auch im Rahmen des 300-Millionen-Kultur- und Bildungsförderprogramms vom Bildungsreferent auf den Weg gebracht worden sind und von ihm weiter verantwortet werden.