Rettung des Bahnpark Augsburg möglich – OB Gribl stellt Konzept vor

Oberbürgermeister Dr. Gribl hat heute nach intensiven Planungen und Gesprächen der in ihrer Existenz bedrohten Bahnpark gGmbH ein strukturelles und finanzielles Rettungskonzept vorgestellt.

20150517_bahnpark_009 Rettung des Bahnpark Augsburg möglich - OB Gribl stellt Konzept vor Augsburg Stadt Freizeit News Newsletter Bahnpark Augsburg Dr. Kurt Gribl Rettung | Presse Augsburg
Foto: Dominik Mesch

Dieses sieht vor, den eingeschränkten Betrieb bis zum Jahresende 2017 trotz laufender Genehmigungsverfahren durch finanzielle Hilfen zu sichern. Zeitgleich soll ein nachhaltig tragfähiges Gesamtkonzept zur Sicherung von Bestand und Betrieb des Bahnparkmuseums und zur Fortsetzung von museumsbezogenen Veranstaltungen (z.B. Dampflokfahrten) entwickelt werden.

Daraus soll ab 2018 ein neues Nutzungskonzept unter dem Dach einer Kooperative von Beteiligten umgesetzt werden, in der auch der Bahnpark eine tragende Rolle spielen kann. Auch ein Betreiber wurde ausfindig gemacht, der die finanzielle Tragfähigkeit sicherstellen soll.

„Der Bahnpark ist alleine nicht in der Lage, sich am Leben zu erhalten“, so der OB zu seinen Überlegungen. „Auch kann und darf die Stadt nicht wahllos Finanzspritzen geben. Deswegen haben wir uns in den vergangenen Wochen ein Konzept mit starken Partnern überlegt und Markus Hehl von der Betreibergesellschaft vorgeschlagen“, so Gribl.

Ursachen der finanziellen Schwierigkeiten

Der Bahnpark steht vor einem strukturellen Problem: Der Deckungskreis aus Erträgen durch Events in der Dampflokhalle und Dampflokfahrten zur Deckung der Kosten für die Sicherung und den Betrieb des Museums ist trotz bisheriger erheblicher öffentlicher Zuschüsse strukturell nicht tragfähig. Dies hat die Analyse der durch das Steuerbüro der Bahnpark gGmbH vorgelegten Zahlen ergeben. Hinzu kommt, dass für die Umsetzung der gegenwärtig im Rahmen der Planfeststellung angestrebten genehmigungsrechtlichen Situation zur Fortführung des bisherigen Event-Betriebes in der Dampflokhalle aufgrund von Auflagen erhebliche Aufwendungen zu erwarten sind – so etwa für den Brandschutz.

Ein wirtschaftlicher Betrieb des Bahnparks ist nach Einschätzung der Stadt auch durch angedachte Investitionen zur Errichtung eines Studentenwohnheimes im ehemaligen Übernachtungsgebäude oder eines Hotels nicht zu erreichen. Das beantragte Studentenwohnheim ist aus zwingenden rechtlichen Gründen nicht genehmigungsfähig.

Das bislang nicht beantragte Hotelprojekt müsste in einem weiteren Planfeststellungsverfahren geklärt werden. Auch die langfristigen Erfolgsaussichten einer Genehmigungsfähigkeit sind aufgrund angekündigter bahnbetrieblicher Bedarfe und einer damit zwingend verbundenen Versagung der erforderlichen eisenbahnrechtlichen Entwidmung äußerst gering.

Die zu erwartende Genehmigung der derzeit beantragten Planfeststellung ist im Wesentlichen auf die Fortführung des bisherigen Betriebs gerichtet, der keine ausreichende Ertragsgrundlage bietet.