Rettungsgasse hilft Leben retten – Bayerische Aufklärungskampagne gestartet

Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann verstärkt die Maßnahmen, um die Rettungsgasse noch besser in den Köpfen der Verkehrsteilnehmer zu verankern.

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Herrmann präsentierte unter anderem die Rettungsgassen-App | Foto: ADAC Südbayern e. V.

Gemeinsam mit den ADAC Regionalclubs Südbayern und Nordbayern, der BMW Group und der Hochschule Landshut hat der bayerische Innenminister Joachim Herrmann heute in München eine erweiterte Aufklärungskampagne zum Thema „Rettungsgasse“ vorgestellt. Unter anderem gibt es zusätzliche Rettungsgassenbanner auf Autobahnen, einen neuen mehrsprachigen Infoflyer, eine innovative Rettungsgassen-App sowie spezielle Rettungsgassenhinweise auf Fahrzeug-Informationssystemen. „Ohne Rettungsgasse kommen Polizei– und Rettungsfahrzeuge nicht schnell genug zur Unfallstelle, obwohl oftmals jede Sekunde zählt“, mahnte Herrmann. Wertvolle Zeit verstreiche, um Menschenleben zu retten. Daher appellierte Herrmann: „Bilden Sie immer eine Rettungsgasse, wenn es nur mit Schrittgeschwindigkeit vorwärts geht oder sich der Verkehr staut. Vielleicht rettet die Rettungsgasse auch Ihnen einmal Ihr Leben!“

Der bayerische Innenminister kündigte an, die Zahl der an Autobahnbrücken angebrachten Rettungsgassenbanner zu verdreifachen. Derzeit gibt es 61 solche Banner an besonders staugefährdeten Abschnitten. Herrmann: „Insgesamt werden wir die Zahl der Rettungsgassenbanner bis Ende 2017 auf rund 200 erhöhen.“ Außerdem laufe derzeit ein Pilotversuch zur Anzeige des Textes ‚Rettungsgasse‘ in Streckenbeeinflussungsanlagen, der mit Zustimmung des Bundesverkehrsministeriums und in Abstimmung mit der Bundesanstalt für Straßenwesen auf der A 8 Ost zwischen dem Autobahnkreuz München-Süd und der Anschlussstelle Holzkirchen durchgeführt wird.

Wie Herrmann weiter erläuterte, hat das bayerische Innenministerium in Kooperation mit dem ADAC auch einen neuen mehrsprachigen Flyer mit den in der Straßenverkehrsordnung neugefassten Rettungsgassen-Regelungen erstellt. Seit 1. Januar 2017 ist die Rettungsgasse von allen Fahrzeugen bereits schon dann zu bilden, wenn es nur mit Schrittgeschwindigkeit vorwärts geht oder der Verkehr zum Erliegen kommt. „Autofahrer auf der linken Spur müssen nach links fahren und alle anderen nach rechts“, erklärte Herrmann. „Bei drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung gilt die einfache Regel: Eins links – zwei rechts.“ Der Standstreifen dürfe nicht genutzt werden. Der neue Rettungsgassenflyer ist unter anderem unter www.innenministerium.bayern.de abrufbar.