Paddlerinnen und Paddler von Kanu Schwaben Augsburg (KSA) haben bei den ersten beiden Sichtungsrennen des Deutschen Kanu Verbandes (DKV) gute bis sehr gute Voraussetzungen geschaffen für einen möglichen Start bei den olympischen Sommerspielen im Juli 2024 in Paris. Strahlen konnte an diesem nasskalten Wochenende vor allem Noah Hegge, der im Kajak Einer der Herren zweimal auf Rang eins paddelte. Dies gelang auch Ricarda Funk bei den Damen, die im Kajak weiter das Maß aller Dinge ist. Elena Lilik (Kajak und Canadier Einer) sowie Sideris Tasiadis (Canadier Einer Herren) waren nicht ganz so erfolgreich. Wer letztlich die Tickets nach Paris schafft, werden aber erst die Qualifikationsrennen drei und vier am nächsten Wochenende in Markkleeberg zeigen.

Die alljährliche „Sichtung“ des Deutschen Kanuverbands (DKV) für die Leistungsklasse und den U18-Nachwuchs wird in vier Rennen durchgeführt, je zwei in Augsburg und in Markkleeberg. Von den vier Ergebnissen kann das schlechteste aus der Wertung gestrichen werden. So freute sich Noah Hegge „riesig“ über seinen Doppelerfolg, jedoch mit einer Portion Realismus: „Ich bin noch lange nicht durch. Nächste Woche warten zwei weitere Rennen und ich hoffe, dass ich danach so glücklich bin wie jetzt.“ Seine schärfsten Mitbewerber sind dicht hinter ihm. Hannes Aigner (Augsburger Kajak Verein) und Stefan Hengst (Kanu-Ring Hamm) wechselten sich auf den Plätzen zwei und drei ab.

In Kajak Einer der Damen bleibt die Wahl-Augsburgerin Ricarda Funk (Kanu Bad Kreuznach/KSA) mit zwei ersten Plätzen das Maß aller Dinge. Elena Lilik (KSA) landete mit jeweils einer Torstabberührung beide Male auf Platz zwei, immer vor ihrer Schwester Emily Apel (KSA). Für Ricarda Funk ist die Entscheidung noch offen: „Wer Eli kennt, weiß, sie kann immer einen heraushauen – und dann kann es noch einmal ganz spannend werden.“
Sideris Tasiadis (KSA) erzielte im Canadier Einer der Herren ebenfalls zwei zweite Plätze, doch ähnlich konstant war keiner seiner Konkurrenten. So fährt er zuversichtlich nach Sachsen. „Wenn ich meiner Linie treu bleibe und zeige, was möglich ist, dann werden es die anderen schwer haben!“

Bei den Canadier Damen landete Elena Lilik am Samstag hinter der Erstplatzierten Andrea Herzog und Lucie Krech (beide LKC) auf dem dritten Platz, konnte ihre Dauerkonkurrentin Herzog aber am Sonntag als Siegerin auf Platz zwei verweisen. Auch hier ist also die Entscheidung um eine Woche vertagt.

Presse Augsburg-Fotograf Wolfgang Czech war mit am Eiskanal

