Der TSV Rain verlor gegen formstarke Pipinsrieder deutlich mit 0:3. Bei konsequenter Chancenauswertung der Hausherren hätte das Ergebnis aus Rainer Sicht noch deutlich schlechter ausfallen können. Zudem fanden die Blumenstädter gegen den stark aufspielenden Halit Yilmaz, der alle drei Tore erzielte, kein Mittel.Fcpipinsried Tsvrain 4

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Im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen den FV Illertissen veränderte Rains Trainer Martin Weng seine Startelf gezwungenermaßen auf zwei Positionen: Die privat verhinderten Brüder Johannes und Stefan Müller wurden durch Kevin Gutia und Patrick Högg ersetzt.

Mit dem Anpfiff der Schiedsrichterin Angelika Söder übernahmen die Hausherren sofort die Spielführung und setzten die Gäste unter Druck. Nach fünf Minuten köpfte Marvin Jike aus 12 Meter aufs Tor, Lukas Gerlspeck klärte in höchster Not vor der Torlinie für seinen bereits geschlagenen Torhüter. Ballverluste und Unkonzentriertheiten bestimmten das Rainer Spiel und luden den Gegner immer wieder zu Kontern ein. So auch in der 22 Minute: Halit Yilmaz wird nach einem Ballverlust im Mittelfeld auf die Reise geschickt, setzte sich links gegen mehrere Abwehrspieler durch und schoss das Spielgerät aus 12 Meter flach ins Netz zur 1:0-Führung für die Heimmannschaft. Nickoy Richter (27.) mit Distanzschuss verfehlte das Rainer Tor nur knapp, Nikola Jelisic (30.) scheiterte am Rainer Keeper. Die einzige Rainer Chance der Rainer hatte Kevin Gutia in der 31. Minute, als er urplötzlich alleine vor dem Pipinsrieder Torwart auftauchte, aber beim Abschluss nur das Außennetz traf. Weiter spielte nur das Heimteam, die Gäste tauchten nur selten im gegnerischen Strafraum aus und versprühten im Spiel nach vorne keinerlei Gefahr. In der 42. Minute traf der agile Halit Yilmaz nur den rechten Pfosten, doch eine Minute später machte er es besser und erzielte aus 17 Meter das 2:0 für die Oberbayern. Eine verdiente Halbzeitführung, die deutlich höher hätte ausfallen können.

Mit etwas mehr Dampf kamen die Gäste aus der Halbzeit. Es entpuppte sich aber schnell als Strohfeuer, da nach fünf Minuten die Hausherren wieder komplett die Spielführung übernahmen. Angelo Mayer holte in der 57. Minute Halit Yilmaz im Strafraum von den Beinen, die Schiedsrichterin zeigte ohne zu zögern sofort auf den Punkt. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte den Strafstoss zum Vorentscheidenten 3:0 für die Hausherren. Drei Minuten später wurde der Dreifach-Torschütze unter großen Jubel der heimischen Fans ausgewechselt. Die Lechstädter versuchten zwar noch, das Ergebnis ansehnlicher zu gestalten, konnten sich aber gegen die gut stehende Abwehr nicht durchsetzen. Pipinsried verwaltete geschickt die Führung und ließ bis zum Abpfiff nichts mehr anbrennen. Ein Spiel zum Vergessen für den TSV Rain, der sich in den nächsten Partien unbedingt steigern muss.

Am kommenden Dienstag um 19:30 Uhr trifft der TSV Rain im Totopokal auswärts auf den Regionalligaabsteiger FC Memmingen.

Sichtlich enttäuscht analysierte Rains Cheftrainer Martin Weng nach der Partie die Niederlage: „Es war von uns überhaupt kein gutes Spiel, wir waren in allen Bereichen weit von dem entfernt, was wir zeigen wollen und können. Mit dem heute gezeigten Zweikampfverhalten muss uns klar sein, dass wir so in dieser Liga kein Spiel gewinnen. Durch unser Umschaltverhalten nach Ballverlust in der ersten Halbzeit sind wir sehr oft ausgekontert worden, das waren heute die entscheidenden Punkte für unsere Niederlage.“

FC Pipinsried: Thiel, Dzemailji, Mwarome, Lobenhofer, Agbowo (83. Grotz), Jelisic (63. Pigl), Yilmaz (60. Idrizovic), Ricter (71. Seo), Milican (79. Langen), Jelisic, Jike – Trainer: Jelisic – Trainer: Prijovic

TSV Rain/Lech: Schmidt, Mayer, Benz (80. Härtel), Schuster, Gerlspeck, Maxhuni, Gutia (66. Bischofberger), Schröder, Schraufstetter (66. Mirza), Högg (46. Dewein), Greppmeir (66. Gerstmayer) – Trainer: Wenig

Schiedsrichter: Söder (Ochenbruck)
Zuschauer: 512
Gelbe Karten: Agbowo, Milican – Gerlspeck
Tore: 1:0 Halit Yilmaz (22.), 2:0 Halit Yilmaz (43.), 3:0 Halit Yilmaz (57. Foulelfmeter)




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