Römisches Erbe in Augsburg: Kulturreferent Peter Grab stellt Fakten richtig

„Damit es ganz klar ist: Die ehemalige Dominikanerkirche als Heimstadt des Römischen Museums ist keineswegs einsturzgefährdet“, stellt Kulturreferent Peter Grab deutlich fest. Eine Aussage, die Baureferent Gerd Merkle ebenso klar bestätigt: „Eine solche Gefahr gibt es nicht und es hat sie nie gegeben.“

Stadt-Augsburg_grab Römisches Erbe in Augsburg: Kulturreferent Peter Grab stellt Fakten richtig Kunst & Kultur News AKS Augsburg News Dominikanerkirche Gründung Kultur in Augsburg Nachrichten Augsburg Peter Grab Römer Römisches Museum Stadt Augsburg | Presse Augsburg
Bürgermeister Peter Grab ist mit der aktuellen Berichterstattung nicht einverstanden | Foto: Wolfgang Czech

Die Behandlung des römischen Erbes der Stadt Augsburg, Museumskonzeptionen im Zusammenhang mit der Renovierung des Römischen Museums aber auch das Gründungsdatum der Stadt sind öffentlich diskutierte Themen, „bei denen so manche Fakten richtig gestellt werden müssen“, sagt Grab mit Blick auf die Berichterstattung der Süddeutschen Zeitung vom 2. Januar 2014.

Wäre die Dominikanerkirche einsturzgefährdet, dürfte darin nicht gearbeitet werden. „Dem ist aber nicht so, denn es wird weiterhin darin gearbeitet. Richtig ist, dass Teile des Bodens eingebrochen sind. Darunter befinden sich Hohlräume, über die im Lauf der vergangenen Jahrzehnte schwere römische Exponate gestellt wurden“, erklärt der Kulturreferent. Um den Boden künftig zu sichern, müssen die Exponate ausgeräumt werden. Das leere Gebäude bietet die passende Gelegenheit für dessen Generalsanierung.

Den Vorwurf, die Stadtoberen hätten hinsichtlich der langfristigen Präsentation der römischen Schätze Augsburgs bis heute noch nicht einmal mit dem Nachdenken begonnen, nennt Grab „eine Mär.“
Nicht nur dass bereits 2008 auf dem AKS-Gelände ein Gebäudeteil angekauft wurde, das für die Depot-Zentralisierung nach dem Einzug des Stadtarchivs nebenan vorgesehen ist. Auch das Rahmenkonzept für die Neugestaltung des Römischen Museums, an dem auch die Universität Augsburg mitgewirkt hat, ist längst vom Kulturausschuss beschlossen. Grab räumt ein, dass auch die Kultur Prioritäten setzen muss, wenn an mehreren Orten gleichzeitig Sanierungs- und Schließungsprobleme auftreten. „Bei den drei archivbezogenen Institutionen hat sich der Stadtrat für die Reihenfolge Stadtarchiv, Staats- und Stadtbibliothek sowie Römisches Museum samt Depotzentralisierung entschieden. Für die Stabi wurde mit Hilfe des Freistaats eine Lösung gefunden, das Stadtarchiv zieht demnächst vollständig um. Für das Römische Museum sind die erforderlichen Mittel im Haushalt 2014 eingestellt. Wir sind auf einem guten Weg“, bilanziert Grab.

gewinnspiel_gmeiner_augsbur-300x300 Römisches Erbe in Augsburg: Kulturreferent Peter Grab stellt Fakten richtig Kunst & Kultur News AKS Augsburg News Dominikanerkirche Gründung Kultur in Augsburg Nachrichten Augsburg Peter Grab Römer Römisches Museum Stadt Augsburg | Presse Augsburg
https://www.facebook.com/PresseAugsburg/posts/1438098269754021

Schließlich weist der Kulturreferent auch den Vorwurf, er habe im Kulturausschuss das Gründungsdatum der Stadt Augsburg samt der legendären 2000-Jahr-Feier von 1985 in Frage gestellt mit Nachdruck zurück. „Das habe ich ganz sicher nicht getan. Mir ging es vielmehr darum, ob und wie man den 2000. Todestag von Kaiser Augustus im Jahr 2014 und im darauffolgenden Jahr die Möglichkeit einer 2000-jährigen zivilen Nutzung der Stadtgründung begehen kann und will. Es ist schließlich nicht ungewöhnlich, dass bei einem übergreifenden Thema auch verschiedene Anlässe gefeiert werden“, so Kulturreferent Peter Grab. Als Beispiel nennt er die Friedensstadt Augsburg mit den Ansätzen Confessio Augustana 1530, Augsburger Reichs- und Religionsfrieden 1555, Beginn Hohes Friedensfest 1650 oder Beginn gesetzlicher Feiertag 1950. Grab: „Es war noch nicht einmal eine Beschlussvorlage, sondern lediglich eine erste Meinungseinholung, die im Vorfeld dem Ausschuss angekündigt wurde. Ich bin gegen Denkverbote. Eine solche Diskussion muss im zuständigen Fachausschuss erlaubt sein.“

Quelle: Stadt Augsburg