Röttgen und Graf Lambsdorff gegen Abzug der US-Atomwaffen

Die Chef-Außenpolitiker von CDU und FDP im Bundestag reagieren mit heftiger Kritik auf Forderungen der SPD-Partei- und Fraktionsspitze nach einem Abzug aller US-Atomwaffen aus Deutschland. „Wladimir Putin hat unter Verletzung des INF-Abrüstungsvertrages Atomraketen an der Westgrenze Russlands stationiert, die jede europäische Hauptstadt erreichen können. Aber die Partei- und Fraktionsspitzen der SPD fühlen sich durch die USA bedroht und plädieren für den Abzug aller amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, Norbert Röttgen (CDU) der „Bild“ (Montagausgabe).

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Eine solche Politik isoliere Deutschland, schwäche Europa, spalte den Westen und ermuntere Russland, sagte der Kandidat für den CDU-Vorsitz. „Es scheint, als kämen die ganzen alten Krankheiten der SPD zurück.“ Ähnlich äußert sich FDP-Chef-Außenpolitiker Alexander Graf Lambsdorff. „Mit genau dieser Linie ist die SPD schon einmal gescheitert – in den 80er Jahren. Sie führt sich auf, wie früher die Fundis bei den Grünen“, sagte der Liberale der „Bild“. Mit einer solchen Partei sei kein Staat zu machen. Unter Anspielung auf den von SPD-Kanzler Helmut Schmidt Ende der 1970er Jahre mitdurchgesetzten NATO-Doppelbeschluss, sagte Graf Lambsdorff: „Helmut Schmidt würde sich im Grabe umdrehen.“