Röttgen will immer noch CDU-Chef werden

Der Kandidat für den CDU-Vorsitz Norbert Röttgen geht davon aus, dass das Rennen um den Führungsposten seiner Partei demnächst wieder neuen Schwung bekommt. Nach der Zwangspause wegen der Coronakrise gehe es nun „darum, wie es weitergehen soll“, sagte Röttgen dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Samstagausgaben). „Diese Frage wird auch die Kandidaten beschäftigen.“

roettgen-will-immer-noch-cdu-chef-werden Röttgen will immer noch CDU-Chef werden Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen - abgesagt ausgesetzt CDU Coronakrise Ende Entscheidung Es Fest Friedrich Friedrich Merz italien Kandidat Kandidaten Kandidatur Krise Laschet MAN Merz Ministerpräsident Natürlich Norbert Röttgen OB Partei Rennen Röttgen Still Twitter veranstaltung Wahlkampf Weil | Presse AugsburgNorbert Röttgen, über dts Nachrichtenagentur

Auch die Frage, wie die CDU künftig aussehen müsse werde „bald wieder auftauchen – in veränderter, zugespitzter Form“, so Röttgen. An seiner Kandidatur für den Parteivorsitz halte er fest. Daran „hat sich daher nichts geändert“.

Wegen der Coronakrise habe er in den vergangenen Wochen lediglich seinen Wahlkampf ausgesetzt, sagte der frühere Bundesumweltminister. „In den ersten Wochen der Krise hat die Exekutive die öffentliche Aufmerksamkeit bestimmt. Da war ich einfach nicht gefragt und das war auch in Ordnung“, sagte Röttgen. „Ich habe deswegen nicht krampfhaft versucht, mich in Erinnerung zu rufen, nach dem Motto `Ich bin auch noch da`.“

Sein Konkurrent um das höchste Parteiamt, Ex-Unions-Fraktionschef Friedrich Merz, hatte sich wiederholt vor allem über den Kurznachrichtendienst Twitter zu Wort gemeldet. Auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet bewirbt sich für das höchste Amt der CDU. Auf die Frage, ob Laschet durch sein Regierungsamt nun einen Vorteil habe, sagte Röttgen: „Natürlich werden Regierungsmitglieder derzeit mehr wahrgenommen. Aber die Wahrnehmung, die bisher entstanden ist, hat das Rennen nicht entschieden.“

Die Entscheidung über die Besetzung des Parteivorsitzes hätte eigentlich an diesem Samstag (25.04.) auf einem Sonder-Parteitag fallen sollen. Die Veranstaltung wurde wegen der Coronakrise abgesagt. Röttgen beschrieb das plötzliche Ende des parteiinternen Wettbewerbs als irritierend: „Das war wie eine Vollbremsung. Zwar hat sich die Entscheidung in den Tagen davor schon etwas abgezeichnet, weil wir ja die Entwicklung in Italien beobachten konnten. Trotzdem: Wenn es dann so kommt, trifft es einen doch.“

Es sei „ein komisches Gefühl“ gewesen: „Man läuft los, ist in vollem Schwung und plötzlich steht alles still. Der Terminplan, der gerade noch extrem voll war, ist plötzlich total leer.“ Da die Pause aber eine zwingende Entwicklung gewesen sei, habe er kein Problem gehabt, sich damit abzufinden.