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Rückgang der Verkehrsunfälle 2024 in Schwaben Süd/West: Weniger Todesopfer und weniger schwere Verletzungen, aber Anstieg bei E-Scooter- und Pedelec-Unfällen.

Polizeivizepräsident präsentiert Verkehrszahlen für 2024

Polizeivizepräsident Dr. Dominikus Stadler stellte am 20. Februar 2025 die Verkehrszahlen für das Jahr 2024 vor. Insgesamt war 2024 ein positives Jahr für das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West.

Weniger Verkehrsunfälle und niedrigere Zahlen bei Schwerverletzten

Laut der ausgewerteten Verkehrsunfallstatistik von 2024 gab es im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West weniger Verkehrsunfälle als im Vorjahr. Die Anzahl der Schwerverletzten erreichte den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre. Auch die Zahl der tödlich Verletzten sank im Vergleich zum Vorjahr um etwa 30 Prozent.

Zitate von Polizeivizepräsident Dr. Dominikus Stadler

Dr. Stadler hob mehrere positive Punkte hervor:

„Im vergangenen Jahr nahmen unsere Beamtinnen und Beamte 28.375 Verkehrsunfälle auf. Das sind rund 500 Unfälle weniger als im Jahr davor.“

„Insgesamt sind letztes Jahr 43 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. Im Vergleich zum Vorjahr sind demnach fast 30 Prozent weniger Menschen bei einem Verkehrsunfall verunglückt. Im 10-Jahresvergleich liegt die Zahl deutlich unter dem Durchschnitt. Nur in den Corona-Jahren 2020 und 2021 gab es weniger Verunglückte im Straßenverkehr zu verzeichnen.“

„Die Anzahl der Schwerverletzten betrug im vergangenen Jahr 859 Personen und liegt damit auf dem niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre.“

„In unserem Zuständigkeitsbereich hat sich seit 19 Jahren kein tödlicher Schulwegunfall ereignet. Letztes Jahr verzeichneten wir zudem deutlich weniger schwerverletzte Kinder auf dem Schulweg.“

„Junge Erwachsene waren letztes Jahr seltener in Verkehrsunfälle verwickelt und setzten auch seltener die Unfallursache. Erfreulicherweise zeigt die Statistik darüber hinaus einen Rückgang der Anzahl verletzter oder gar verunglückter junger Erwachsener.“

„Jeden Tag arbeiten unsere Polizistinnen und Polizisten dafür, die Sicherheit im Straßenverkehr hochzuhalten und schwere Unfälle zu verhindern. Es ist erfreulich, dass sich ihr Einsatz auch in der Statistik widerspiegelt.“

Herausforderungen durch Elektromobilität

Dr. Stadler wies auch auf einige besorgniserregende Trends hin:

„Eine Herausforderung stellt die Elektromobilität dar. Während die Anzahl der Nutzerinnen und Nutzer von Pedelecs und E-Scootern steigt, mangelt es oftmals an Erfahrung und Schutzausrüstung. Es besteht ein erhöhtes Unfallrisiko mit der gesteigerten Gefahr, schwer verletzt zu werden.“

„Letztes Jahr verzeichnen wir etwas mehr Verkehrsunfälle mit Pedelecs als noch im Vorjahr. Die Anzahl der verletzten Personen ist dabei leicht angestiegen, die Zahl der Getöteten blieb unverändert bei 8 Personen. Über ein Drittel der verunfallten Pedelec-Fahrer war ohne Helm unterwegs. All das veranlasst uns dazu, unsere Verkehrssicherheitsarbeit in diesem Bereich auch weiter zu intensivieren“

„Im vergangenen Jahr haben wir insgesamt 188 Unfälle mit E-Scooter-Beteiligung aufgenommen. Das sind rund 44 Prozent mehr Verkehrsunfälle mit Beteiligung von E-Scootern. Es ist dabei eine deutliche Steigerung von über 40 Prozent bei den Verletzten zu verzeichnen. Eine Person ist mit dem E-Scooter im Straßenverkehr tödlich verletzt worden.“

Appell zur sicheren Nutzung von E-Scootern

Dr. Stadler richtete einen Appell an die Öffentlichkeit:

„Der E-Scooter ist ein modernes und praktisches Fortbewegungsmittel – aber bitte sicher!“

„Ein E-Scooter hat keine Knautschzone! Benutzen Sie einen E-Scooter nur, wenn Sie sich darauf auch sicher fühlen.“

„Tragen Sie wenn immer möglich einen Helm!“

Details können der Verkehrsunfallstatistik 2024 des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West entnommen werden.

Alfred Ingerl
Alfred Ingerl
Alfred Ingerl ist freier Redakteur aus dem Bereich Blaulicht für Augsburg, Bayerisch-Schwaben und Bayern.

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