Das Volumen der von der Bundesregierung erteilten Ausfuhrgenehmigungen für Rüstungsgüter ist im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Das geht aus dem „Rüstungsexportbericht 2018“ hervor, über den das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagsausgaben) berichtet und der am kommenden Mittwoch vom Bundeskabinett gebilligt werden soll. Demnach sind im vergangenen Jahr 11.142 Einzelgenehmigungen für Ausfuhren von Rüstungsgütern erteilt worden. Bundeswehr-Panzer „Marder“, über dts Nachrichtenagentur

Das Gesamtvolumen belief sich auf 4,82 Milliarden Euro. 2017 waren es noch 6,24 Milliarden Euro gewesen. Das entspricht einem Rückgang um knapp 23 Prozent.

47,2 Prozent des genehmigten Exportvolumens entfielen laut Bericht auf EU- und NATO-Staaten beziehungsweise ihnen gleichgestellte Länder. „Für Drittländer wurden Ausfuhrgenehmigungen in Höhe von 2,55 Milliarden Euro erteilt“, so die Bundesregierung. 2017 waren es noch 3,795 Milliarden Euro gewesen. Das bedeutendste Empfängerland war 2018 Algerien mit Genehmigungen im Wert von 818,2 Millionen Euro.

Auf Saudi-Arabien entfielen im vergangenen Jahr Genehmigungen in einer Höhe von 416,4 Millionen Euro, unter anderem für Artillerie-Ortungsradargeräte und Patrouillenboote. Für Ausfuhren in Entwicklungsländer wurden Genehmigungen in einem Wert von 365,7 Millionen Euro erteilt. Die bedeutendsten Empfängerländer in dieser Kategorie waren Pakistan mit einem Exportvolumen von 174,4 Millionen Euro, Indien mit 96,8 Millionen Euro und Indonesien mit 21,2 Millionen Euro. Laut Bericht sind im vergangenen Jahr 88 Anträge für die Ausfuhr von Rüstungsgütern abgelehnt worden.