Rufe nach Zuschüssen für schnelles Internet per Satellitenschüssel

In der Debatte um eine bessere Versorgung des Landes mit schnellem Internet fordern Politiker und Verbandsvertreter, die Satellitentechnik in die geplante staatliche Förderung einzubeziehen. Weil etwa eine halbe Million Haushalte in abgelegenen Gebieten auf absehbare Zeit keinen Megabit-Anschluss ans Glasfaser- oder digitale Mobilfunknetz erhalten werden, solle der Staat auch die Onlineversorgung per Satellit und Parabolantenne fördern, schreiben der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) sowie das SPD-Wirtschaftsforum in einem Vorschlag, den sie beim Digital-Gipfel der Bundesregierung Ende des Monats einbringen wollen und über den der „Spiegel“ vorab berichtet. Danach sollen Haushalte eine staatliche Förderung von 500 bis 1.000 Euro erhalten, wenn sie sich eine schnelle Satellitenverbindung per Schüssel zulegen, die rund 1.500 Euro kostet.

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Für den Einzelanschluss ans Glasfasernetz muss der Staat dagegen bis zu 20.000 Euro aufwenden, heißt es in einem VATM-Papier. Zudem würden in vielen Gebieten auch bis Mitte der Zwanzigerjahre noch keine Breitbandleitungen liegen. Deshalb wäre es nur „fair“, wenn die Regierung helfen würde, „auch unterversorgte Haushalte und Unternehmen aus der digitalen Wüste herauszuführen“, sagte Verbandsgeschäftsführer Jürgen Grützner.