Rund 100 Menschen ziehen bei Lichtermarsch von Corona-Maßnahmen-Gegnern durch Augsburg

Rund 100 Teilnehmer waren am frühen Mittwochabend bei einem von der Bewegung „Grundrechte wahren“ organisierten Lichtermarsch durch die Augsburger Altstadt gezogen. Kritik kam unter anderem von den Kirchen.

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Foto Bruder

Am frühen Mittwochabend hatten sich rund 100 Personen, darunter auch zahlreiche Familien mit kleinen Kindern, vor dem St. Verena Altenheim am Kappelberg versammelt. Sie alle waren dem Aufruf von „Grundrechte wahren“, einer Gruppierung von Gegnern der Anti-Corona-Maßnahmen, gefolgt. Begleitet von zahlreichen Polizisten zog die Gruppierung vom Ulrichsviertel weiter über das Rote Tor bis zum Sparkassen-Altenheim.  Manche Teilnehmer sangen Lieder, andere spielten Gitarre, aber im Großen und
Ganzen war es ein eher stiller Marsch, ohne Demonstration gegen die Corona-
Regeln. Auch Transparente waren kaum zu sehen. Am Sparkassen-Altenheim angekommen wurden noch gemeinsamen Gesungen und die Veranstaltung anschließend beendet
beendet. 

Die vorgegebenen 1,5 Meter Schutzabstand wurden augenscheinlich teilweise unterschritten. Die wenigsten Teilnehmer trugen eine Maske, dies war allerdings auch nicht zwingend notwendig. Eine Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht, laut Auskunft der Stadt Augsburg, ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen oder ggf. durch eine Anordnung der Polizei, wenn die Abstände vor Ort tatsächlich nicht eingehalten werden.

Für diese Versammlungen, für die 50 Teilnehmer angezeigt waren, wurden durch die Stadt Augsburg allerdings verschiedene Anordnungen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes getroffen – insbesondere das Einhalten eines Mindestabstandes von 1,5 m zwischen Teilnehmern oder die Empfehlung zum Tragen einer Mund-Nasen-Schutz-Bedeckung.

Kritik kommt von Kirchenvertretern

Der Umzug stieß bei Vertretern der Kirchen auf Kritik. Während traditionelle Martinsumzüge aufgrund der aktuellen Coronazahlen ausfielen, hatte sich „Grundrechte wahren“ bewusst für den Laternenumzug entschieden. Die Kirchenvertreter sahen darin eine Instrumentalisierung der Kinder und auch der Bewohner der beiden Senioreneinrichtungen.