Rund 6.200 Kräfte in Gesundheitsämtern bei Kontaktpersonennachverfolgung im Einsatz

An Bayerns Gesundheitsämtern hat die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Kontaktpersonenmanagement (CTT) zur Pandemiebekämpfung ein Höchststand erreicht. Darauf hat der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Donnerstag in München hingewiesen.

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Holetschek betonte: „In den bayerischen Gesundheitsämtern arbeiten derzeit 6.184 Kräfte (Stand 26. Januar) in der Kontaktpersonennachverfolgung – und damit so viele wie noch nie in der Corona-Pandemie. Damit liegt Bayern auch weit über dem vom Robert Koch-Institut (RKI) geforderten Personalschlüssel von 3.250 Kräften. Seit genau zwei Jahren stehen die Gesundheitsämter im Fokus der Pandemie und leisten hervorragende Arbeit. Ich kann den Menschen, die in den Gesundheitsämtern engagiert die Pandemie bekämpfen, gar nicht genug danken.“

Der Minister ergänzte: „Angesichts der sehr hohen Inzidenzen geraten die Gesundheitsämter allerdings an ihre Grenzen. Die Meldung von infizierten Personen durch die Gesundheitsämter hat in der fünften Welle höchste Priorität. Schon seit Oktober setzen die Gesundheitsämter die Empfehlungen des RKI um und fokussieren sich bei der Kontaktpersonen-Nachverfolgung auf Kontaktpersonen mit besonders hohem Infektionsrisiko und auf das Umfeld vulnerabler Gruppen. So schützen wir vor allem die gefährdetsten Menschen zum Beispiel in den Alten- und Pflegeheimen.“

Holetschek fügte hinzu: „Bitte beachten Sie auch: Bei einem positiven Testergebnis muss man sich sofort in Isolation begeben. Die Isolationspflicht tritt nicht erst in Kraft, wenn das Gesundheitsamt sich meldet. Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger in Bayern: Informieren Sie sich über die geltenden Regeln und beachten Sie diese, schützen Sie sich und andere konsequent. Ich erinnere zudem noch einmal daran, dass angesichts des rasanten Infektionsgeschehens auch Eigenverantwortung gefragt ist: Positiv getestete Bürgerinnen und Bürger sind gemäß RKI-Empfehlung dazu aufgerufen, ihre Kontaktpersonen zu informieren. Kontaktpersonen wiederum müssen sich verantwortungsbewusst verhalten, weil sie um ihr mögliches Infektionsrisiko wissen. Das bedeutet: Kontakte so weit wie möglich reduzieren, sich regelmäßig testen und die Hygieneregeln AHA + L ganz besonders sorgfältig beachten. Bitte berücksichtigen Sie diese Empfehlungen auch, wenn Sie als Kontaktperson zu einem Infizierten von der Quarantänepflicht befreit sind, weil Sie beispielsweise geboostert oder frisch geimpft oder frisch genesen sind.“

Der Gesundheitsminister betonte: „Ich bitte alle Menschen in Bayern, Eigenverantwortung zu zeigen und sich bei Krankheitszeichen, die auf COVID-19 hindeuten könnten, zu testen, auf Kontakte zu verzichten und konsequent die Hygieneregeln einzuhalten. Nur wenn wir alle gemeinsam Verantwortung übernehmen, können wir die Pandemie beenden!“

Wie man sich im Fall eines positiven Testergebnisses richtig verhält, lesen Sie hier: https://www.stmgp.bayern.de/presse/bayerisches-gesundheitsministerium-informiert-zum-thema-quarantaene-bei-positivem-corona/

Auch das Ministerium beantwortet viele Fragen zu SARS-CoV-2:   https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/haeufig-gestellte-fragen/

Wie man sich im Falle einer roten Warnung der Corona-Warn-App richtig verhält, lesen Sie hier: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-warn-app-rote-meldung-1996996