Russlands Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, hat die Annexion der Krim verteidigt und deutsche Besucher explizit eingeladen, die Halbinsel im Schwarzen Meer zu besuchen. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ erklärte der Diplomat zum 5. Jahrestag des international nicht anerkannten Anschlusses an Russland, ihm sei bewusst, dass sich das im Westen vorherrschende Bild vom Leben auf der Krim von der russischen Darstellung erheblich unterscheide. „Deshalb rufen wir nicht dazu auf, uns blind zu glauben. Wir laden Sie auf die Krim ein. Wir laden Sie ein, schönste historische Stätten und Naturparks zu besichtigen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und sich Ihre eigene Meinung zum Leben auf der Halbinsel und zum dortigen Wandel zu bilden“, so der Botschafter. russlands-botschafter-laedt-deutsche-auf-krim-ein Russlands Botschafter lädt Deutsche auf Krim ein Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen 2014 96 Autobahn berlin Besucher bild blind Botschafter Brücke Deutschland eigene Einwohner Es EU Flughafen frankreich Gegner Gewalt Infrastruktur international Jahrestag Kiew Krim Krise Kritik Meer Menschen Opfer Polen Putsch Rechte Referendum Russland Sicherheit Straße Ukraine unterzeichnet USA Verfassung Vergleich Verletzt Vertrag Weil | Presse AugsburgFahne von Russland, über dts Nachrichtenagentur

Die „Mythen von Annexion, Besatzung, Verfall und Menschenrechtsverletzungen können nur deshalb bestehen, weil die Krim isoliert wird und es keine objektiven Informationen gibt“, so Netschajew.

Die Gegner eines Anschlusses an Russland setzten darauf, objektive Eindrücke zu verhindern. Netschajew kritisierte die EU, die dazu beigetragen habe, dass „mit einer Wasser-, Nahrungsmittel- und Energieblockade der Halbinsel alle menschenrechtlichen und moralischen Standards mit Füßen“ getreten würden. Statt für die Rechte der Krim-Bevölkerung einzutreten, habe die EU Visaeinschränkungen eingeführt, die das Leben dort zusätzlich erschwerten. „Niemand kann dabei die Frage beantworten, warum die Einwohner bestraft wurden, wenn sie doch zugleich Opfer einer `russischen Annexion` sein sollen“, so der Botschafter.