Vielmehr würden sie dafür bestraft, dass sie sich klar für Russland entschieden hätten. Trotz aller Widrigkeiten habe sich die Halbinsel gut entwickelt. „Nach Jahrzehnten des Stillstands wird die Infrastruktur wiederaufgebaut. Es entstanden ein moderner Flughafen in Simferopol und die Brücke über die Straße von Kertsch. Eine Autobahn wird demnächst die Ost- und Westküste der Krim verbinden. Es ist bemerkenswert, dass die Arbeitslosigkeitsrate im russlandweiten Vergleich mit die niedrigste ist“, so Netschajew.

Seinen Worten nach waren Unabhängigkeitserklärung und Beitritt zur Russischen Föderation seinerzeit der einzig mögliche Weg, die Sicherheit und Rechte der Krim-Bevölkerung zu gewährleisten. Der Botschafter erinnerte an die Ereignisse zu Beginn des Jahres 2014 in Kiew: „Durch den Putsch wurde die Verfassung verletzt, das Völkerrecht missachtet und das Abkommen zur Lösung der Krise in der Ukraine vom 21. Februar zerstört, das die Außenminister von Deutschland, Frankreich und Polen mit unterzeichnet haben.“

Der Vertrag hätte eine friedliche Lösung zum Ziel gehabt. Stattdessen habe ein von den USA und Teilen Europas gebilligter „Staatstreich“ zu einer Welle antirussischer Gewalt geführt. „In der Ukraine herrschte damals eine russophobe Anarchie“, so Netschajew. Beim Referendum hatten gut 96 Prozent der Wähler bei einer Beteiligung von über 83 Prozent für die Wiedervereinigung Russlands und der Krim gestimmt.