Zwischenfall im S-Bahntunnel: Mann läuft auf Gleise
Am späten Donnerstagabend, dem 5. Juni, kam es zu einer Sperrung der Stammstrecke in München, nachdem ein 53-jähriger Mann aus Polen in den S-Bahntunnel zwischen Hauptbahnhof und Karlsplatz (Stachus) lief. Die Bundespolizei rückte mit mehreren Streifen aus.
Reaktion der Einsatzkräfte
Um 22:35 Uhr informierte die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn die Bundespolizei in München telefonisch darüber, dass eine männliche Person in den Tunnel in Richtung Karlsplatz (Stachus) gelaufen sei. Der Betrieb auf der Stammstrecke wurde sofort eingestellt. Mehrere Polizeieinheiten wurden sowohl zum Hauptbahnhof als auch zum Karlsplatz (Stachus) entsandt und konnten die Person wenige Meter hinter dem Tunneleingang feststellen und sichern.
Folgen für den Bahnverkehr
Obwohl die Sperrung des S-Bahntunnels nur von 22:36 Uhr bis 22:46 Uhr andauerte, kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen im S-Bahnverkehr: 27 Züge erfuhren insgesamt 384 Minuten Verspätung, zwei Züge wurden umgeleitet, einer fiel komplett aus, und 14 Züge fuhren nur teilweise. Der Mann, der mit einem Atemalkoholwert von 3,20 Promille gemessen wurde, wurde nach der Anzeigenaufnahme auf freien Fuß gesetzt.


