Sack: Wirtschaft und innere Sicherheit nach CDU-Vorsitzwahl zentral

Der Vorsitzende der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Michael Sack, geht davon aus, dass die Themen Wirtschaft und Innere Sicherheit unter einem neuen CDU-Bundesvorsistzenden eine zentrale Rolle bei der Neuausrichtung der Partei spielen werden. „Das erwarten unsere Mitglieder. Das sind die Themen, die uns stark machen, und dort müssen wir die Herausforderungen annehmen, die auf uns zukommen – gerade im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie“, sagte Sack der „Welt“ (Samstagausgabe).

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Diese Gewichtung von Themen sei aus seiner Sicht auch einer der Gründe, aus denen die Unionsmitglieder im Osten Deutschlands Friedrich Merz als Parteichef bevorzugten. „Sowohl an der Parteibasis als auch bei den Parteitagsdelegierten“ könnten sich viele ostdeutsche Christdemokraten „Friedrich Merz gut als neuen Parteivorsitzenden vorstellen“. Mit Blick auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf geht Sack davon aus, dass der neue CDU-Parteichef auch Kanzlerkandidat der Union wird.

Beide Ämter seien „eng miteinander verbunden“ und die Wahl des Vorsitzenden schon deshalb „ein bedeutender Hinweis“. Auf die Frage, ob CSU-Chef Markus Söder nicht der aussichtsreichere Kandidat wäre, sagte Sack: „Dazu müsst er selbst ja erst einmal sagen, dass er das werden will.“ Der Christdemokrat distanziert sich von der Art und Weise, wie die von seiner Partei mitgetragene große Koalition in Schwerin derzeit den Bau der russisch-deutschen Gasleitung Nord Stream 2 vorantreibt. Ihm sei „noch nicht so richtig klar“, wie genau die unter anderem zum Zweck des Weiterbaus der Leitung gegründete Umweltstiftung funktionieren solle.

„Ich war nicht involviert, und bin gespannt, was da genau passiert.“ Sack sprach sich zugleich für die Fertigstellung des Projekts aus. Dafür lägen alle Genehmigungen vor, „wenn man dieses Projekt nicht hätte haben wollen, hätte man es viel früher stoppen müssen“.