Drei Punkte, nur ein Gegentreffer, besser kann man bei so einem schweren Gegner wie den Wild Lions nicht in die Saison starten. Überzeugend dabei vor allem die Abgeklärtheit der Sharks, die das Spiel von der ersten Minute an dominierten. Über 60 Minuten entstand nicht wirklich der Eindruck als könnten die Hausherren an diesem Abend Punkte ergattern. Von Beginn an war es ein offensiv geführtes Spiel. Die Sharks immer wieder auf dem Weg nach vorne, Amberg hauptsächlich in der Defensive. Und so sollte das auch über alle drei Drittel bleiben. Auffällig dabei vor allem die Reihe um den nimmermüden Spielmacher Nikolas Oppenberger, den Amberg nie in den Griff bekam sowie Lars Grözinger und Max Schäffler. Wann immer sie auf dem Eis waren strahlten sie Gefahr aus.

Natürlich kamen auch die Lions zu ihren Chancen. Aber die Kemptener Defensive leistete hervorragende Arbeit und wenn doch mal etwas durchging war der starke Danny Schubert im Sharks Gehäuse Endstation. So dauerte es auch bis zur 58. Minute bis die Oberpfälzer zu ihrem Ehrentreffer kamen. Das hierdurch nochmal, wenn auch nur kurz Spannung aufkam lag jedoch lediglich an der mangelnden Torausbeute der Sharks. Bei einer besseren Chancenverwertung hätten die Allgäuer bereits deutlicher führen müssen. Dies verhinderte doch immer wieder der beste Amberger an diesem Abend, Torhüter Timon Bätge.

Reihenweise musste er die Schüsse der Sharks entschärfen. Lediglich Timo Schirrmacher mit einem verdeckten Schuss, der dem Keeper durch die Beine rutschte sowie im zweiten drittel Lars Grözinger mit einem ansatzlosen platzierten Handgelenkschuss trafen für die Gäste. Der zweite Treffer für Grözinger zum vermeintlichen 0:3 im letzten Drittel wurde aberkannt, der Puck sprang vom Innenpfosten wieder zurück ins Feld. Ein souveräner Auftritt zum Saisonauftakt der Lust auf mehr macht wenn am kommenden Freitag das erste Heimspiel gegen den Aufsteiger aus Pegnitz ansteht.

Thomas Hasselbach