Innovativ, interaktiv, inspirierend: Nach über zehn Jahren Sanierung erstrahlt der neue Teil des Deutschen Museums in München ab sofort in vollständig neuem Glanz. Auf einer Gesamtfläche von rund 35. 000 Quadratmetern erwarten 19 neue Dauerausstellungen, 251 Medienstationen und fast 400 interaktive Demonstrationen das Publikum. Die Themen reichen von der historischen und modernen Luftfahrt über Landwirtschaft und Atomphysik bis zu Raumfahrt und Robotik. Der erste Bauabschnitt der Generalsanierung „Zukunftsinitiative“ war das größte Projekt des weltweit wichtigsten Museums für Naturwissenschaft und Technik seit seiner Fertigstellung im Jahr 1925. Heute wurde der modernisierte Teil feierlich eröffnet.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Das Deutsche Museum ist DAS Technikmuseum in Deutschland und reiht sin ein in die großen Museen der Welt. Es steht für Fortschritt, Neugier, für den Glauben, dass Technik die Welt verbessert. Deshalb passt es so gut nach Bayern. Das Deutsche Museum hat ganze Generationen von Forschern inspiriert und Kinder für Technik begeistert. Der Freistaat ist mit 330 Millionen Euro maßgeblich an der Finanzierung des Umbaus beteiligt.“

Eroeffneung 1. Sanierungsabschnitt Deutsches Museum
Wissenschafts- und Kunstminister Markus Blume, Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Generaldirektor Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Oberbürgermeister Dieter Reiter (© Deutsches Museum)

Wissenschaftsminister Markus Blume: „Die Zukunftsinitiative des Deutschen Museums ist ein Jahrhundertprojekt und die Fertigstellung des ersten Abschnitts eine gigantische Leistung! Unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes und den extrem schwierigen Bedingungen der Pandemie wurde hier ein Aushängeschild von Weltrang auf die Höhe der Zeit gebracht. Seit Generationen schlägt das Deutsche Museum für Menschen jeden Alters eine Brücke von der Forschung zur Bildung und als Kraftzentrum der modernen Wissenschaftskommunikation wird es den Dialog über die Zukunft unserer Erde weiter prägen: Ein Ort, der Mut macht, weil er die Möglichkeiten von Fortschritt durch Technik zeigt. Ein Ort, der zur Verantwortung mahnt, weil er sich auch den ethischen Fragen technischen Fortschritts widmet. Ein Ort, der inspiriert, weil er die unterschiedlichsten Erlebnisse schafft. Wir dürfen stolz sein, dass dieser Leuchtturm der Technik bei uns in Bayern steht!“

Der Generaldirektor des Deutschen Museums Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang M. Heckl: „Mein ganz besonderer Dank gilt heute unseren Förderern aus der Politik, aus der Wirtschaft und der Gesellschaft. So ein Projekt braucht von allen Beteiligten einen sehr langen Atem. Deswegen danke ich den Förderern von Bund und Land noch einmal ausdrücklich dafür, dass sie durch ihre Finanzierungszusagen die Zukunft dieses Hauses gesichert haben.“

Sprechender Roboter, Labore, Flugsimulator: Ausstellungen auf höchstem Niveau

Vom morgigen Freitag an bietet das frisch sanierte Museum der Öffentlichkeit vollkommen neu konzeptionierte Ausstellungen auf allerhöchstem Niveau. Die Besucherinnen und Besucher können sich mit einem kleinen Roboter unterhalten, in Laboren experimentieren, in einem Flugsimulator Platz nehmen, Filme sehen, Vorführungen verfolgen und hunderte Stationen aktiv per Knopfdruck steuern. Erstmals in seiner Geschichte ist das Deutsche Museum dabei komplett barrierefrei.

Ingenieurstechnisch anspruchsvolle Sanierung der Superlative

Das von Bund und Freistaat jeweils mit rund 330 Millionen Euro unterstützte Mammutprojekt auf der Münchener Museumsinsel atmet den visionären Vibe seines Gründers Oskar von Miller: Die Modernisierung des denkmalgeschützten Sammlungs- und Ausstellungsgebäudes auf den neuesten technischen Stand ging mit Umzügen der Ausstellungen, Einlagerungen der insgesamt rund 11.000 zum Teil riesigen Exponate und einer umfassenden Digitalisierung der Bestände einher.

Ingenieurstechnisch äußerst anspruchsvoll war darüber hinaus die Instandsetzung der Isar-Ufermauer, der Hochwasserschutz durch Umringung des gesamten Ausstellungsgebäudes mit Spundwänden sowie der Neubau eines Interimseingangs für die Zeit der Schließung des Haupteingangs während des nun folgenden zweiten Sanierungsabschnitts. Enorm erschwert wurde dieser kolossale Kraftakt aller Beteiligten noch, als durch die Pandemie Lieferketten unterbrochen wurden und ganze Bautrupps ausfielen. Für beide Realisierungsabschnitte dieser Sanierung der Superlative stehen insgesamt rund 750 Millionen Euro zur Verfügung.