Schaezlerpalais | Restaurierte Supraporten wieder im 2. Stock der Ausstellung zu sehen

Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg konnten im Schaezlerpalais die Zwangspause durch das Corona-Virus nutzen, um Wiederherstellungsmaßnahmen durchzuführen, ohne Besucherinnen und Besucher zu beeinträchtigen. So konnten zwei Bilder von Josef Christ nach ihrer Restaurierung wieder über den Türen des 2. Stocks im Schaezlerpalais angebracht werden.

20_05_19_Abb.-1.-Dru_Museen-Augsburg Schaezlerpalais | Restaurierte Supraporten wieder im 2. Stock der Ausstellung zu sehen Augsburg Stadt Kunst & Kultur News | Presse Augsburg
Druckvorlage von Gottfried Eichler für das Gemälde „Attila und die Hexe im Jahre 451“ (Bildnachweis: Kunstsammlungen und Museen Augsburg).

Die beiden Supraporten behandeln zwei relativ unbekannte Themen:

Malerei „Attila und die Hexe“

Am Beginn der Raumflucht hängt das Gemälde „Attila und die Hexe“. Diese Geschichte wurde Ende des 18. Jahrhunderts literarisch verarbeitet, als historisches Schauspiel aufgeführt und schließlich auch von Josef Christ malerisch umgesetzt.
Die Handlung: Angesichts der drohenden Belagerung der Stadt durch die Hunnen soll eine Frau in Gefangenschaft ihre Freiheit erlangt haben, indem sie – auf einem Pferd drohende Flüche ausstoßend – die herannahenden Feinde zur Flucht trieb.

Der Heilige Columbanus

Die zweite Supraporte handelt vom „Heiligen Columbanus“, Abt zu Luxeuil. Nach wiederholten Zerstörungen und Belagerungen der Stadt spielte der Heilige in Augsburg um 590 eine wichtige Rolle bei der Christianisierung, der Gründung von Klöstern und Hospitälern.

Gesponsert wurde die Restaurierung von der Altaugsburggesellschaft sowie einem privaten Stifter.