Gestern Vormittag tagte die sogenannte Augsburger Allianz für Arbeitsplätze. Unter Führung von Bürgermeisterin Eva Weber wurde über die angekündigte Schließung des Ledvance-Werks an der Berliner Straße diskutiert.

Bürgermeisterin Eva Weber informierte über die ersten Gesprächsinhalte. | Foto: Bauer

Am frühen Montagnachmittag war klar, die Unternehmensführung sieht keine Zukunft für das Augsburger Ledvance-Werk. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Jes Munk Hansen verkündete der Belegschaft in knappen Worten das Aus für Ende 2018. Über 650 Arbeitsplätze würden damit wegfallen.

Wie angekündigt hatte die Stadt Augsburg sofort reagiert und einen Runden Tisch der sogenannte Augsburger Allianz für Arbeitsplätze einberufen. Unter dem Vorsitz von Bürgermeisterin Eva Weber diskutierten Vertreter der IHK und HWK, sowie der Gewerkschaft über die Situation.

Bisherige Unterstützungsversuche nicht angenommen

Seit ungefähr sieben Jahren gibt es diese Allianz, die sich in dieser Zeit bereits mehrfach mit dem drohenden Wegfall zahlreicher Arbeitsplätze konfrontiert sah. Etwa bei den Fällen der Traditionsunternehmen Böwe und manroland, aber auch bei Weltbild konnte so Erfahrungen gesammelt werden, die nun eingebracht werden sollen.

In vielen der vorangegangenen Fälle hatte es aber klare Anzeichen für eine Schließung von Bereichen oder Insolvenz gegeben, vom Schließungsbeschluss bei Ledvance sei man aber, vor allem von der Deutlichkeit und Alternativlosigkeit überrascht gewesen, so Weber im Anschluss an die Runde.