Schnappt sich der ERC Sonthofen gegen Lechbruck den zehnten Sieg in Serie?

Neues Jahr, gleiches Glück? Eishockey-Landesligist ERC Sonthofen startet am Freitag mit einem Heimspiel gegen den ERC Lechbruck ins neue Jahr und möchte mit dem zehnten Saisonsieg in Folge seine Fans in einen weiteren Glückszustand versetzen. Durch eine Modus-Änderung des BEV beginnt nun anstatt der Meisterrunde die Halbfachrunde, bevor es dann Mitte Februar in den Playoffs um den Aufstieg in die Bayerliga geht.

Jubel Holzschneider Stransky Sill Havlicek Scaled
Bild: Bettina Brunner

Zum Auftakt der Halbfachrunde bekommen es die Schwarz-Gelben mit den „Flößern“ aus Lechbruck zu tun, gegen die sie in der Hauptrunde zweimal gewonnen haben. Insbesondere beim Heimspiel Ende November überzeugte die Mannschaft von Trainer Vladi Kames und Helmut Wahl, als 1.100 Fans nicht nur Klub-Legende und Kapitän Marc Sill für sein 555. Spiel im Dress des ERC feierten, sondern auch einen 10:1-Erfolg bejubelten. Im Rückspiel zwei Tage darauf taten sich die Sonthofer deutlich schwerer, gingen am Ende aber mit einem 6:4-Auswärtssieg vom Eis.

Gut möglich, dass es im dritten, ligainternen „ERC“-Duell nicht so ein Spaziergang wird beim 10:1. Zwar sind die Lechbrucker noch immer Tabellenletzter, allerdings zeigte die Formkurve der Truppe von Trainer Michael Köpf und Sebastian Ego jüngst nach oben: Mitte Dezember durchbrachen sie die Serie von 13 Niederlagen und gewannen erstmals – und das gleich mit 7:6 gegen die Spitzenmannschaft Germering. Anschließend gab es unter anderem nur eine knappe 5:4-Pleite in Pfronten, und kurz vor Silvester schlugen sie im Kellerduell den EV Fürstenfeldbruck mit 11:7. Das Trainerteam des ERC weiß um die Qualitäten der „Flößer“, die ihren Kader vor Kurzem mit Lubos Velebny und Matthias Schuster in der Defensive verstärkt haben und viel über Kampf kommen.

Tabellenerster vs. Tabellenletzter: Trotz ihrer ersten beiden Saisonsiege könnten die Rollen zwischen den Ober- und den Ostallgäuern am Freitagabend im Eisstadion an der Hindelanger Straße klarer nicht verteilt sein. Die Schwarz-Gelben sind mit dem Schwung von neun Saisonsiegen in Folge ins neue Jahr gerutscht und haben im letzten Meisterschaftsspiel 2023 vor 800 begeisterten Zuschauern auswärtsstarke Forster hochverdient mit 5:0 vom Eis gefegt. Die Schwarz-Gelben sind unangefochten Spitzenreiter ihrer Gruppe und werden ihre Aufgabe daher mit viel Selbstvertrauen angehen.

Das Match gegen Lechbruck ist das erste in der neu eingeführten Halbfachrunde, nachdem der BEV Anfang Dezember eine Modus-Änderung bekanntgegeben hatte. Der Grund: Weil der ESC Vilshofen aus der parallelen Landesliga-Gruppe B gegen Verbandsregularien verstieß, steht der Verein bereits als Absteiger in die Bezirksliga fest. Somit wird es in dieser Saison keine Meister- oder Abstiegsrunde geben.

In der Halbfachrunde, die aus jeweils zwei Fünfer-Untergruppen besteht und bis zum 12. Februar angesetzt ist, tritt der ERC zudem gegen den Tabellenzweiten Eisbären Burgau, den EV Ravensburg  und im Derby gegen den EV Pfronten an. Ab Mitte Februar beginnen dann die Playoffs um den Aufstieg in die Bayernliga. Das Achtelfinale wird überkreuz gespielt, also der Erste der Gruppe A gegen den Achten der Gruppe B usw.

Nicolas Berthold