Am Mittwoch, den 5. November 2025, wurde ein über 60-jähriger Mann aus dem Landkreis Freising Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Ein männlicher Anrufer gab sich als sein Sohn aus und behauptete, einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht zu haben. Um eine Gefängnisstrafe abzuwenden, forderte er eine hohe Kaution. Der Mann begab sich daraufhin mit einem Jutebeutel voller Bargeld und Wertgegenständen im sechsstelligen Bereich zur Übergabe in die Münchner Innenstadt.
Übergabe in der Münchner Innenstadt
Am vereinbarten Ort in der Pacellistraße übergab der betroffene Mann das Geld an eine bislang unbekannte Frau. Nachdem sie das Geld erhalten hatte, entfernte sie sich in unbekannte Richtung. Nur kurze Zeit später wurde der Mann misstrauisch und informierte eine nahe Streife der Münchner Polizei über den Vorfall. Trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen konnten keine Hinweise auf die Täterin gefunden werden.
Ermittlungen und Zeugenaufruf
Das Kommissariat 61 hat die Ermittlungen übernommen. Die Abholerin wird als etwa 35 Jahre alt, 160 cm groß, mit schulterlangen mittelbraunen Haaren und südeuropäischem Erscheinungsbild beschrieben. Sie trug eine hellbraune Jacke. Die Polizei sucht Zeugen, die im Bereich Lenbachplatz, Pacellistraße und Maximiliansplatz am 5. November Beobachtungen gemacht haben. Sachdienliche Hinweise können unter der Telefonnummer 089 2910-0 an das Polizeipräsidium München weitergegeben werden.
Präventionshinweise der Polizei
Die Polizei München weist darauf hin, dass falsche Beamte und andere Betrüger häufig den Trick anwenden, ein Familienmitglied habe einen Unfall verursacht und eine Kaution sei fällig. Es wird empfohlen, sich durch einen selbstständigen Anruf beim Polizeinotruf 110 zu vergewissern. Weitere Tipps sind: Halten Sie Rücksprache mit Familienmitgliedern, geben Sie keine finanziellen Details preis und übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Fremde.

