Der FC Augsburg ist mit einem fast schon zur Klub-Tradition gehörenden Niederlage in die Saison gestartet. Nach einer katastrophalen zweiten Halbzeit ging man vollkommen verdient vor eigener Kulisse mit 0:4 gegen den SC Freiburg unter.

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Foto: Krieger

Beim Bundesligadebüt des neuen FC Augsburg-Trainers Enrico Maaßen gehörten seiner Mannschaft die ersten Minuten der neuen Saison, nach einer guten Viertelstunde meldete sich aber SC Freiburg im Spiel an. Nach und nach übernahm der Europapokalteilnehmer aus dem Schwarzwald das Kommando, der dann auch die besseren Chancen für sich verbuchen konnte.

Nach torlosen 45 Minuten änderten die Gäste nach dem Seitenwechsel schnell etwas an der torlosen Nummer, und wie. Innerhalb von 105 Sekunden schickten sie die verdutzten Augsburger mit einem Doppelschlag ins Tal der Tränen. Nach einer Sildillia-Flanke hatte Gouweleeuw dem gerade vom Lech an die Dreisam gewechselten Gregortisch zu viel Platz gelassen, sein Kopfball war 15 Sekunden nach Wiederbeginn für Gikiewicz unhaltbar. Der Pole sah wenig später aber nicht wirklich gut aus. Bei einem gut geschossenen Freistoß von Grifo stand der FCA-Keeper zu weit vor seinem Tor und konnte so keine Hand mehr an den Ball bekommen. Während der Sportclub im Anschluss weiter ordentlich nach vorne spielte, landeten die Schwaben keinen Stich mehr. Nachdem Ginter eine Kopfball-Vorlage von Gregoritsch gegen die schwache Defensive des FC Augsburg zum 0:3 verwerten konnte, wurde es langsam deutlich (61.). Doan nützte eine verunglückte Abwehraktion von Iago zum Schlusspunkt (78.). Es war die neunte Auftaktniederlage des FC Augsburg in der Bundesliga. „4:0 ist eine Hausnummer. Wir verschlafen den Anfang der zweiten Halbzeit, das ist dann nicht mehr aufzuholen.“, so FCA-Neuzugang Maxi Bauer nach dem Spiel bei Sky.

Augsburg schwach

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Eine hochverdiente Niederlage, die nach in Ansätzen katastrophalen zweiten Hälfte eklatante Schwächen in vielen Bereichen aufgezeigt hat. Maaßens Wunsch von frühem Pressing und einer offensiver ausgerichteten Spielweise sind in dieser Ausrichtung wohl nicht durchgängig umsetzbar. Das Defensiverhalten der gesamten Mannschaft mangelhaft, die Fehlerquote erschreckend und in der Offensive zu harmlos. Eine annehmbare erste Halbzeit ist zu wenig. Mit Blick auf die kommenden Spiele in Leverkusen gegen Mainz und in Hoffenheim droht so ein punktearmer Saisonstart. In diesem Zustand wird es eine extrem schwere Saison für den FC Augsburg. Manager Stefan Reuter ist jetzt gefragt, die Schwachstellen am Transfermarkt zu stopfen.