In der vergangenen Woche konnte der FC Augsburg beim Saisonauftakt gegen Werder Bremen einen Punkt ergattern. Am Sonntag steht nun das Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim an. Nach zahlreichen Veränderungen im Kader stellt sich dort die Frage: Was können die Fuggerstädter beim Europapokalteilnehmer erwarten?

Ein Punkt zum Saisonauftakt war zwar in Ordnung, doch drei wären besser gewesen. Nach dem Spielverlauf hätte es durchaus auch drei Punkte geben können, wenn Schiedsrichter Stegemann einen Handelfmeter gegeben hätte. Doch das ist jetzt abgehakt und der Blick richtet sich auf die Schwäbische Alb. Im kleinen Schwabenderby trifft der FCA auf einen hoch motivierten 1. FC Heidenheim, der als Aufsteiger sensationell in die Playoffs der Conference League eingezogen ist und sich am Donnerstag gegen den schwedischen BK Häcken durchsetzen konnte – eine beeindruckende Leistung!
Schattenseite des Erfolgs
Allerdings hat der Erfolg auch seine Schattenseiten: Wichtige Spieler wie Beste (jetzt Benfica Lissabon), Dinkçi (jetzt Freiburg)Kleindienst (nun in Gladbach) haben das Team verlassen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Mannschaft unter Trainer Frank Schmidt schlagen wird. Gerade der vom FC Bayern ausgeliehene 18-jährige Paul Wanner hat mit überragenden Aktionen bereits auf sich aufmerksam machen können. Am ersten Spieltag feierte Heidenheim bereits einen 2:0-Auswärtssieg beim FC St. Pauli.
Zurück zum Ort des Beginns
Letztes Jahr im Oktober konnte der damals neue FCA-Coach Jess Thorup mit einem 5:2 in Ostwürttemberg einen fulminanten Einstand feiern. „Das war damals ein sehr guter Start für mich und die Mannschaft“, weiß auch der dänische Trainer. Wenn es am Sonntag wieder drei Punkte werden sollen, müssen aus Augsburger Sicht nicht unbedingt fünf Tore fallen. Davon ist aktuell auch noch nicht auszugehen, zu turbulent war es in den letzten Tagen am Transfermarkt zugegangen.
Augsburg bedient sich auf internationalem Transfermarkt
Am Deadline Day hatte der FC Augsburg einige interessante Transfers getätigt, um den Kader zu verstärken und die Weichen für eine erfolgreiche Saison zu stellen. Mit Engels (Celtic Glasgow), Uduokhai (Besiktas Istanbul) und Dorsch (Heidenheim) hatten drei wichtige Spieler den Club verlassen. Sportdirektor Marinko Jurendic könnte es aber gelungen sein, diese Verluste personell wieder auszugleichen. Gerade bei Alexis Claude-Maurice (ablösefrei/Nizaa) und Frank Onyeka (Leihe/Brentford) konnten weitere Vereine ausgestochen werden. Auch Uduokhai-Nachfolger auf der Innenverteidgerposition Chrislain Matsima (Leihe mit Kaufoption/Monaco) stand nicht auf dem Zettel der Schwaben. Sportlich könnten die neuen die benötigte Qualität mitbringen, ob sie aber auch beim Publikum so beliebt werden, wie es ihre drei Vorgänger waren?
Der FC Augsburg ist am Deadline-Day sehr aktiv – Ein Überblick
Viel Arbeit für Thorup
Trainer Thorup steht nun vor der Aufgabe, aus seiner Mannschaft ein funktionierendes Team zu bilden. Gerade im Defensivverbund, in dem Kapitän Gouwelleuw die letzte verbliebene Größe ist, muss sich alles erst noch einspielen. Durch den Abgang von Engels ist nun allerdings auch aus dem bisherigen Offensivdreieck ein Baustein herausgebrochen. Wird diese Rolle jetzt wieder Vargas einnehmen oder soll Jensen diese Funktion übernehmen? Wird Maier offensiver agieren, als zuletzt? Onyeka wird erst nach den Quali-Spielen mit Nigeria an den Lech kommen. Der FC Augsburg benötigt spätestens bis Sonntag, 15:30 Uhr eine Antwort auf diese Fragen.

Die voraussichtliche Aufstellung:
Labrovic – Wolf, Gouweleeuw, Schlotterbeck, Giannoulis – Breithaupt – Rexhbecaj, Maier- Vargas- Essende, Tietz

