Schongau/Marktoberdorf – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B472 zwischen Marktoberdorf und Schongau sind am Donnerstagabend sieben Menschen verletzt worden, einige von ihnen lebensgefährlich. Die Bundesstraße war über fünf Stunden komplett gesperrt. Mehrere Feuerwehren und ein Gutachter waren im Einsatz.
Nach ersten Informationen der Polizei Schongau waren zwei Fahrzeuge am frühen Abend in Richtung Schongau unterwegs, ein weiteres in Gegenrichtung. Auf Höhe von Ingenried kam es zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem VW Passat und einem Hyundai Tucson. Die Wucht des Aufpralls war enorm – beide Fahrzeuge wurden stark deformiert.
Im VW Passat wurde ein 35-jähriger Fahrer lebensgefährlich eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten ihn mit schwerem Gerät befreien. Auch im Hyundai wurden vier Insassen im Alter von 64, 74, 76 und 63 Jahren eingeschlossen und schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Kurz nach dem Crash ereignete sich ein weiterer Zusammenstoß: Ein in Richtung Schongau fahrender Pritschenwagen bemerkte die Unfallstelle zu spät und fuhr frontal in das Heck des Hyundai. Dabei wurden der 37-jährige Fahrer und sein 45-jähriger Beifahrer verletzt.
Wie es genau zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Ein Sachverständiger war mehrere Stunden damit beschäftigt, Spuren zu sichern und den Ablauf zu rekonstruieren.
Der Sachschaden wird von der Polizei auf rund 45.000 Euro geschätzt.
Die B472 blieb während der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme über fünf Stunden voll gesperrt.



