Schützenfest für die Pirates | ESV Buchloe dreht Rückstand gegen Dingolfing in hohen Sieg

Dem ESV Buchloe ist nach zuletzt zwei Auswärtsniederlagen in Folge am Sonntagabend im Heimspiel gegen den EV Dingolfing ein wichtiger Sieg geglückt. 9:3 (4:2, 0:1, 5:0) hieß es am Ende gegen den Aufsteiger, wobei die 60 Minuten doch enger und umkämpfter waren, als es das klare Resultat vermuten lässt.Michal Petrak 1

Und besonders der Start in die Partie ging für die Piraten mal so richtig daneben, da man nach gerade einmal 85 Sekunden schon einem 0:2 Rückstand hinterherlaufen mussten. Doch die Freibeuter bissen sich in die Partie zurück und konnten neben den drei wichtigen Zählern im Kampf um Platz 10 am Ende sogar noch etwas fürs Torverhältnis machen, das bei Punktgleichheit in der Tabelle durchaus noch entscheiden sein könnte.

Dabei erwischten die Piraten wie bereits erwähnt eigentlich einen echten Katastrophenstart. Nach 6 Sekunden trafen die Gäste durch Maximilian Hofbauer bereits zum 0:1 und sorgten so für die ganz kalte Dusche. Diese ließ die Pirates förmlich in eine Schockstarre verfallen, denn sonst wäre schwer zu erklären, wie passiv man auch in den folgenden Wechseln agierte und so prompt nach nicht einmal eineinhalb Minuten das 0:2 durch Patrick Geiger schlucken musste. ESV-Coach Christopher Lerchner reagierte sofort mit der notwendigen Auszeit, um seine Schützlinge aus deren Lethargie zu wecken. Und dies schien zu Fruchten, denn anschließend kämpften und arbeiteten sich Gennachstädter endlich in dieses Match, in dem die selbstbewussten Gäste aber immer wieder mit geradlinigen Aktion für Gefahr vor dem Tor von Johannes Wiedemann sorgen konnten. Doch nach zwölf Minuten gelang dann Demeed Podrezov der 1:2 Anschluss, der den Freibeutern spürbar Selbstvertrauen verlieh. Ein Doppelpack von Marc Krammer – jeweils in Überzahl – drehte das Ergebnis schließlich wenig später endgültig in Richtung ESV (15./17.). Und Unmittelbar vor der Pause erhöhte Alexander Krafczyk mit einem sehenswerten Unterzahl-Break alleine vor Gäste-Goalie Justin Köpf sogar noch auf 4:2 (20.).

Aber die Isarrats, die vor der Partie nur einen Punkt hinter den Gennachstädtern gelegen hatten, spielten auch im Mitteldrittel trotz des Rückstands weiter forsch mit. Belohnt wurde dies durch ein Powerplaytor von Lukas Krämmer (22.), das die Dingolfinger schnell wieder auf ein Tor heranbrachte. So blieb es auch weiterhin eine knappe und spannende Angelegenheit, wobei bis zur zweiten Pause auf beiden Seiten keine weiteren Treffer mehr folgen sollten, was einen Krimi für den Schussabschnitt vermuten ließ.

Im letzten Durchgang waren es dann aber die Piraten, die einen Traumstart erwischten und durch Michal Petrak bereits 15 Sekunden nach Wiederbeginn mit dem 5:3 wieder für etwas mehr Ruhe sorgten. Trotzdem blieb es auf dem Eis weiter umkämpft, wobei die Zeit zusehends für die Buchloer lief. Und in der Schlussphase nutzten die Piraten einige Strafen der Gäste schließlich gnadenlos aus, um das Duell endgültig für sich zu entscheiden – und das am Ende doch noch klarer als gedacht. Denn sowohl die Tore von Andreas Schorer (54.), Max Dropmann (56.), Alexander Krafczyk (59.) und Felix Schurr (60.) fielen allesamt im Powerplay, welches am Freitag in Peißenberg ja gewissermaßen noch das Sorgenkind des ESV war. An diesem Abend konnten die Piraten aber ganze sechs Überzahltore erzielen, was letztlich auch ein Grund für den klaren 9:3 Erfolg war, der den Piraten drei ganz wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten und derzeit Rang 8 in der Tabelle beschert.