Der ehemalige EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz „eindeutig eine Mitverantwortung“ im Skandal um seinen ehemaligen Vizekanzler Heinz-Christian Strache zugeschoben. „Er hat ihn in die Regierung geholt, er hat ihn hofiert“, sagte der SPD-Politiker am Montag in der „Bild“-Sendung „Die richtigen Fragen“. Kurz sei ein „Cleverle“ und versuche, sich „jetzt zum Saubermann zu machen“, doch „Strache war nur möglich über Kurz“. schulz-kurz-traegt-mitverantwortung-fuer-strache-skandal Schulz: Kurz trägt Mitverantwortung für Strache-Skandal Politik & Wirtschaft Überregionale Schlagzeilen AfD Alice Weidel Es Europäischen Union frankreich Kurz Le Pen Marine Martin Schulz Montag Opfer Regierung Schulz Skandal SPD Union WER | Presse AugsburgSebastian Kurz, über dts Nachrichtenagentur

Das Ibiza-Video sei „ein Erdbeben“, so Schulz. „Es geht nicht nur um einen Parteichef, sondern um den Vizekanzler eines Mitgliedslandes der Europäischen Union.“ Die von Strache zurechtgelegte Märtyrerlegende gelte es zu entkräften.

„Das Opfer ist nicht Herr Strache, er ist der Täter“, so Schulz. Durch den Skandal habe der Europawahlkampf eine Wendung bekommen. „Die Rechtsextremen haben behauptet, sie seien die Aufrechten und das ganze marode System müsse weg. Jetzt zeigt sich, was hier marode ist und, wer hier nicht aufrecht ist.“

Dies gelte auch für Alice Weidel (AfD) und Marine Le Pen in Frankreich.