Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat angekündigt, in Kürze konkrete Vorschläge für ein „Aktionsprogramm Insektenschutz“ vorzulegen. Im Zentrum stehe dabei ein Umsteuern in der Landwirtschaft: „Für einen erfolgreichen Insektenschutz brauchen wir weniger Agrargifte und mehr Lebensräume. Das sind Anliegen, die ich mit den Initiatoren des bayerischen Volksbegehrens teile“, sagte Schulze der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwochsausgabe). Svenja Schulze, über dts Nachrichtenagentur

Zudem begrüßte sie das Volksbegehren Artenschutz in Bayern und wies auf ein wichtiges Anliegen hin: „Es trägt dazu bei, dass der Schutz unserer Insekten die Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient“, so die Umweltministerin weiter. Sie freue sich „über diesen riesigen Zuspruch der Bevölkerung in Bayern“ und sehe sich darin bestätigt, den Insektenschutz zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit zu machen. Wie jetzt bekannt wurde, hat das Volksbegehren nach Angaben der Initiatoren vorzeitig die entscheidende Zehn-Prozent-Hürde genommen.

Bis Dienstagmittag hätten sich schon mehr als eine Million Menschen in Unterschriftenlisten eingetragen, heißt es aus Kreisen der Initiatoren.