Mit sehr gemischten Gefühlen sind die Damen des TSV Schwaben Augsburg am Samstagabend die Heimfahrt von der Bayerischen Meisterschaft im Futsal aus Dingolfing angetreten. Einerseits enttäuscht, dass man nach dem Erreichen des selbstgesetzten Ziels, das Halbfinale erreichen zu wollen, keinen draufsetzen konnte. Andererseits auch mit der Gewissheit, dass man völlig zurecht zu den vier besten Hallenmannschaften Bayerns gehört, da man doch ungeschlagen nach den jeweils regulären 15 Minuten durchs Turnier gegangen ist.

IMG_4054 Schwaben-Damen werden Vierte bei der Bayerischen Hallenfutsalmeisterschaft Augsburg Stadt mehr Fußball News Sport Hallenfutsalmeisterschaft TSV Schwaben Augsburg | Presse Augsburg
Foto: privat

Chronologisch ergab sich das wie folgt: Gegen die Landesliga-Mannschaft des SC Regensburg startete man überzeugend mit 3:0 ins Turnier. Schon im zweiten Spiel ging es dann gegen den zweifachen Titelverteidiger, Gastgeber und aktueller Regionalligisten aus Frauenbiburg, welcher herausragende Einzelkönner in der Halle aufzuweisen hat. Dabei agierte man taktisch diszipliniert und ging bereits früh in Führung. Die abgezockten Gegner bestraften einen leichten Ballverlust im Spielaufbau allerdings eiskalt mit dem 1:1, welches den Endstand darstellte.

So waren die Vorzeichen vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen den Ligakonkurrenten SV Frensdorf klar: Eine Niederlage bedeutet das Aus, alles andere den zweiten Platz in Gruppe A und somit den Halbfinaleinzug. Zu Beginn des Spiels schienen die Augsburger sich ihrer Sache etwas zu sicher, so dass der SV Frensdorf durch einen umstrittenen Fernschuss, welcher von Latte und Pfosten abprallte in Führung ging. Dabei entschied das Schiedsrichterteam allerdings auf Tor, was auf Unverständnis der Lila-Weißen traf. Geschockt durch den Rückstand, wurde das Spiel nicht besser und ein weiterer Nackenschlag durch einen abgefälschten Schuss lies nicht lange auf sich warten: 0:2 und noch sieben Minuten auf der Uhr. Somit hieß es Moral und Klasse zeigen oder die gesetzten Ziele abschreiben. Das Spiel wurde härter und zerfahren, doch nutzte Melanie Seidler eine unübersichtliche Szene vor dem gegnerischen Tor um mit der Hacke den Anschlusstreffer zu erzielen. Bereits in der letzten Spielminute wurden die vielen Fouls der Frensdorfer Defensive bestraft und bescherte den Augsburgerinnen 30 Sekunden vor Schluss einen 10-Meter-Strafstoß. Kapitänin Lisa Steppich übernahm Verantwortung, trat an und verwandelte zum umjubelten Ausgleich und damit verbundenen Halbfinaleinzug.