Schwaben-Derby in Friedberg – TSV empfängt Spitzenreiter VfL Günzburg

Die Friedberger Handballer empfangen zum schwäbischen Derby den Tabellenführer aus Günzburg. Am Samstag ab 20 Uhr kommt es in der TSV – Halle zum Duell der beiden Nachbarn in der Bayernliga.

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Foto: Oliver Riesenberger

Im Hinspiel erlebten die Friedberger in der Günzburger Rebay – Halle einen rabenschwarzen Tag. Manuel Scholz und Stefan Knittl, welche vor der Saison vom VfL zum TSV zurückgewechselt waren, hatten genauso wie das restliche Team beim noch gnädigen 24:29 wenig zu bestellen. Dieser souveräne Erfolg war ein erstes Ausrufezeichen dafür, dass der schwäbische Nachbar in dieser Saison ein ernst zu nehmender Anwärter auf die Meisterschaft sein würde.

Mit teilweise deutlichen Siegen gegen die hoch eingeschätzten Drittliga – Absteiger Coburg und Erlangen – Bruck untermauerten die Günzburger diesen Status. Das 23:19 im Spitzenspiel gegen die bis dahin ungeschlagenen Bayreuther ließ Günzburg zum Abschluss der Hinrunde auf Rang eins klettern, aber man profitierte auch vom Rückzug von Heidingsfeld, denn das nahm eine der seltenen Niederlagen des VfL aus der Wertung.

Friedberg hat sich trotz des jüngsten Misserfolgs in Lohr im Mittelfeld der Bayernliga konsolidiert. Der Neunte, bei dem der zuletzt erkrankte Stefan Knittl in den Kader zurückkehrt, gewann das letzte Hinrundenspiel vor zwei Wochen in Regensburg. Am Samstag ist er aber klarer Außenseiter gegen eine der absoluten Spitzenmannschaften der Bayernliga. Zwar hatte Günzburg zuletzt mit Verletzungssorgen zu kämpfen, aber die Mannschaft um Frieder Bandlow, den Toptorschützen der Bayernliga, besitzt trotzdem enorme Qualität.

Der TSV muss weiterhin auf den erkrankten Florian Wiesner verzichten. Henri Häusler aus der A – Jugend ist wieder mit im Kader, die Langzeitverletzten Thiel und Szouszki fehlen weiterhin.

Trainerin Christina Seidel freut sich auf die Herausforderung: „Das Derby sieht uns als klarer Außenseiter gegen eine der besten Mannschaften in der Liga. Günzburg hat uns im Hinspiel klar unsere Grenzen aufgezeigt, aber wir alle sind heiß darauf, es dem Nachbarn zu zeigen, dass wir mittlerweile viel besser spielen. Gegen eine extrem starke, aber auch ersatzgeschwächte Günzburger Mannschaft haben wir unsere Chancen, wenn wir unser volles Leistungsvermögen abrufen können.“

Domenico Giannino