Am Samstag um 19.30 Uhr empfangen die VfL-Handballer zum letzten Heimspiel im alten Jahr den TSV Haunstetten.Handball Maenner 1

Die Augsburger, die zuletzt 3:1-Punkte errangen, haben als Tabellensiebter mit 7:15-Punkten nur noch rein rechnerische Chancen auf einen Platz in der Aufstiegsrunde. Den rettenden vierten Platz hat aktuell die TG Landshut bei drei ausstehenden Spielen mit 12:10-Punkten inne. Zwar schwächeln die Niederbayern gerade arg, ihr Restprogramm ist allerdings sehr günstig, da sie noch drei Heimspiele absolvieren dürfen und Auswärtssiege in der bayrischen Eliteliga eher selten sind.

Am vergangenen Wochenende trotzten die TSV-Spieler den Favoriten aus Allach beim 27:27 einen Punkt ab. Das Ergebnis unterstreicht Augsburger Kampfkraft. Zum Pausenpfiff sah es nämlich gar nicht gut aus. 13:18 führte der TSV Allach, ehe die Spieler um den fünffachen Torschützen Emil Paulik Tor um Tor aufholten. Nach dem Schlusspfiff erzielte dann Hannes Spörhase per Siebenmeter den umjubelten Ausgleichstreffer.

Ähnlich kämpferisch ging es ihm Hinspiel der beiden schwäbischen Handballhochburgen zu. Die Haunstettener erwischten den besseren Start, absetzen konnte sich der VfL Günzburg erst nach dem 20:21 in der 45. Minute. Ganz am Ende stand der 25:28-Auswärtssieg der Weinroten fest. Kurz zuvor wackelte er noch einmal, weil die Günzburger im Gefühl eines sicher geglaubten Sieges einen Gang zurück schalteten. „Das geht gegen diesen Gegner nicht“, so Cheftrainer Hofmeister, „Haunstetten, die in den letzten Jahren viele Leistungsträger verloren, kämpft 60 Minuten lang. Sie wissen das das ihre einzige Chance ist und die versuchen sie eindrucksvoll VON Spieltag zu Spieltag zu nutzen“. Ein „bissle“ Adventshandball zum Jahresabschluss wird also nicht genügen.

Beim VfL Günzburg zeigt man sich nach der frühzeitigen Qualifikation für die Aufstiegsrunde sehr erleichtert. Der November mit vielen eingeplanten, aber schwer lösbaren Personalproblemen hätte auch schief gehen können. Diese Woche erreichten sie ihren Höhepunkt und Abschluss, auch weil diverse Erkältungsviren weinrote Opfer fanden. Ab nächster Woche kann wieder unter top Bedingungen trainiert werden. Darauf freut sich die Mannschaft, schließlich gibt es für die Aufstiegsrunde, die Ende Januar beginnt, einiges aufzuholen und umzustellen. Besonders die Niederlagen waren lehrreich und stellten zukünftige Trainingsaufgaben, die aufgeschoben werden mussten.

 

Egal wie das Spiel ausgeht, in Günzburg drückt man den Samstaggästen beide Daumen, dass sie über die Abstiegsrunde den Klassenerhalt schaffen. Zum einen gehört der TSV in die Bayernliga und zum anderen wären möglichst viele Schwabenderbys zumindest ein Trost, wenn die Rückkehr in die 3. Liga nicht gelingt.

Der VfL Günzburg möchte natürlich auch im Advent ein guter Gastgeber sein und so wird passend Erdbeerglühwein kredenzt, außerdem wird das beliebte Frisbeespiel mit tollen Preisen aufgelegt. Es gibt also nicht nur Punkte zu gewinnen.