Schwäbisches Hochschuldreieck erhält 6 Mio. Euro für Projekt CARE REGIO

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek treibt die Digitalisierung der Pflege voran.Klaus Holetschek Druckgroesse Scaled

Bei der Übergabe des Förderbescheids für das Projekt CARE REGIO an der Hochschule Kempten betonte Holetschek am Donnerstag: „Es ist wichtig, dass wir die Chancen der Digitalisierung für die Pflege nutzen – zum Wohl der Pflegebedürftigen und um die Pflegekräfte bei den täglichen Herausforderungen zu entlasten. Ich freue mich deshalb, dass das Projekt CARE REGIO in Schwaben digitale Lösungen für die Herausforderungen der Pflege entwickelt und mit Partnern aus der Praxis auch gleich testet. CARE REGIO ist ein Leuchtturmprojekt, das die Digitalisierung in der Pflege bayernweit voranbringen soll. Wir fördern das Projekt daher gerne mit mehr als 6 Millionen Euro.“

Im schwäbischen Hochschuldreieck erarbeiten die Hochschule Kempten, die Hochschule Neu-Ulm sowie die Hochschule Augsburg mit der Universität Augsburg und dem Universitätsklinikum Augsburg seit 2019 Strategien für den Einsatz digitaler Lösungen in der Pflege. Die einjährige Theoriephase hat das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium bereits mit 450.000 Euro gefördert. Jetzt geht das Verbundprojekt unter der Leitung der Hochschule Kempten in die praktische Umsetzung: Hierfür fließen bis 2024 weitere Fördermittel in Höhe von 6,1 Millionen Euro.

Holetschek erläuterte: „Neue Technologien bieten viele Chancen für Pflegekräfte, Pflegebedürftige und Angehörige. Digital gestützte Systeme lassen sich zum Beispiel für die Sturzprävention nutzen und können dazu beitragen, dass Pflegebedürftige länger selbstbestimmt zu Hause leben. Auch für die Pflegeeinrichtungen verspricht die Digitalisierung Vorteile: Sie kann die Dokumentation erleichtern.“

Der Minister fügte hinzu: „Bei all den Vorteilen neuer Technologien ist es mir aber wichtig zu betonen, dass im Mittelpunkt der Pflege immer der Mensch steht. High-Tech soll das Miteinander nicht ersetzen, sondern mehr Freiräume für menschliche Zuwendung schaffen.“