Schwere Auswärtsaufgabe für den VfL Günzburg Handball

Am Samstag um 20.00 Uhr treten die VfL-Handballer in der Landshuter Halle des Sportzentrums West gegen die heimische TG an.

403686162 836972741766659 5353363184097154720 N
Foto: PM VfL

Die Niederbayern sind mit 12:4-Punkten Dritter, die Schwaben mit 11:5-Punkten Fünfter. Erstmals also ein Spitzenspiel für die Mannschaft um Kapitän Nicolai Jensen. Nur mit einem Auswärtssieg werden die Günzburger Anschluss ans obere Tabellendrittel halten können, dabei hängen die Erfolgstrauben in Landshut arg weit oben, fast direkt unter der Hallendecke, mindestens so hoch wie in Regensburg. Dort gelang die Lese, nichts ist also unmöglich! Am Ende einer Außenseiterchance können immer auch zwei Punkte stehen. „Selbst aus schwierigen Situationen wie einem Würgegriff kann man sich befreien und danach gleich mehrere Gegenstoßtreffer erzielen“, berichtet Linksaußen David Pfetsch voller Erinnerungsglück.

Hatten die Samstagsgastgeber mit Severin Henrich, Matthias Müller und Daniel Scheibengraber schon in der vergangenen Saison einen bärenstarken Rückraum, warteten sie für diese Spielzeit mit Paul Saborowski und Tobias Gretsch mit den spektakulärsten Neuzugängen der Liga auf. Beide kommen vom Drittligaabsteiger HaSpo Bayreuth, waren dort nicht nur irgendwelche Mitspieler, sondern absolute Leistungsträger.

Da Tobias Gretsch nicht nur wurfgewaltig, sondern auch riesengroß ist, gewann die Turngemeinde hinten und vorn an Qualität und Höhe. Paul Saborowski, der schon einmal in der 2. Liga bei Eintracht Hagen wirbelte, ist zudem der beliebte Typ Linkshänder, der überall auf der Handballwelt händeringend und mangels Masse oft erfolglos gesucht wird.

Der Tabellenplatz kommt also nicht von ungefähr. Ein solcher Kader hat in der Handballdiaspora Bayern Seltenheitswert. Niederlagen setze es am ersten Spieltag bei Erlangen-Bruck mit 37:33 und am vierten Spieltag im eigenen Sportzentrum gegen die wurfgewaltigen Adler (26:32) aus Regensburg. Damals war das Team um Neutrainer Kay Hoffmann – er war vormals Anzinger Löwe – noch nicht so eingespielt, zuletzt wurde bei den beiden Heimspielen gegen den TSV Rothenburg (40:33) und den TSV Lohr (35:22) hingegen wenig Federlesen gemacht. Diese Serie wollen die Schützlinge von Sandro Jooß nun brechen.

Eine erfreulich ordentliche Herausforderung, nur wenn alle weinroten Rädchen ineinander greifen, kann der Coup gelingen. Aktuelle Verletzungssorgen gibt es gar keine. Lediglich Jakob Hermann wird noch länger fehlen, immerhin schwimmt er schon wieder und wuchtet Gewichte. Selbst ein Angelurlaub war unlängst wieder möglich. Der Weg der Besserung ist also beschritten.