Zum Start ins Jahr 2016 müssen die Handballteams des TSV Haunstetten erst die vorletzte bzw. die letzte Vorrundenpartie bestreiten. Und hier haben die Rot-Weißen jeweils eine ihrer weitesten Anreisen vor sich: die Frauen müssen in der 2.Bundesliga zum TV Beyeröhde (Samstag, 18.45 Uhr) und haben bis zum Wuppertaler Stadtteil 570 Kilometer hinter sich zu bringen, mit knapp der Hälfte (230) zur Haspo nach Bayreuth (19.30 Uhr) kommen die Bayernliga-Männer vergleichbar günstig weg.

Franziska Cappek kehrt ins Team zurück.| Foto Dominik Mesch
Franziska Cappek kehrt ins Team zurück.| Foto Dominik Mesch

Bereits um 07.30 Uhr startet der Frauen-Bus in den Westen der Republik zu einem der offensiv stärksten Vereine der Liga. „Ein ausgezeichneter Rückraum, auf den man immer aufpassen muss,“ weiß Trainer Herbert Vornehm über die Hauptwaffe der Beyeröhder Frauen zu berichten. Zudem kann man sich auf Haunstetter Seite auf eine hochfrequente Angriffswelle einrichten, da der TV mit im Schnitt 72 pro Spiel unter den Top 3 der 2.Liga ist. „Da dürfen wir uns weder zu lange freuen noch zu lange ärgern,“ gibt Torjägerin und Abwehrchefin Annika Schmid die Disziplin-Vorgabe aus. Wenigstens erfuhr der TSV-Kader in der Weihnachtpause wieder eine Auffrischung: von der HSG Würm-Mitte schloss sich Rückraumspielerin Stefanie Jung den Rot-Weißen an und Franziska Cappek steht nach überstandener Schulterverletzung zumindest wieder zum Teil zur Verfügung.

Eine disziplinierte Vorstellung wünscht sich ebenfalls Männer-Trainer Michael Rothfischer vom ersten Auftritt seiner Schützlinge beim Tabellennachbarn in Bayreuth. Mit den beiden Siegen zum Jahresabschluss gegen Fürstenfeldbruck und Sulzbach konnte man auf TSV-Seite die herbstliche Talfahrt ausbremsen und steht momentan im breiten Mittelfeld. Die Bayreuther ihrerseits sind nach dem sensationellen 3.Platz der Vorsaison heuer eher wechselhaft unterwegs und die gesamte Vorrunde auf der Suche nach Stabilität. Mit den beiden Vorstellungen gegen die Spitzenvereine Friedberg (31:17) und Coburg (29:29) setzten sie allerdings noch zwei nicht unbedingt erwartete Ausrufezeichen, welche die gesamte Konkurrenz wieder aufhorchen ließen. Rothfischer arbeitete deshalb zuletzt intensiv an der Defensive: „Wir wollen die Quote der leichten Gegentreffer entscheidend verringern.“

hv