Am Wochenende kam es im Nürnberger Rangierbahnhof zu einem schweren Stromunfall. Dabei erlitt ein 20-Jähriger lebensgefährliche Verbrennungen. Trotz regelmäßiger Warnungen der Bundespolizei, sich von Bahnstrom Oberleitungen fernzuhalten, kam es zu dem folgenschweren Stromunfall.

Nürnberg. Am späten Samstagabend (20. August) hielten sich vier Jugendliche und junge Erwachsene nahe des Nürnberger Rangierbahnhofs auf. Ein 20-Jähriger aus der Gruppe lief über die Gleise, kurz danach sahen die anderen einen grellen Lichtblitz und hörten einen gewaltigen Knall. Der junge Mann war auf einen Güterwaggon gestiegen und der 15.000 Volt führenden Oberleitung zu nah gekommen. Der Rettungsdienst barg ihn mit schweren, großflächigen Verbrennungen und Knochenbrüchen. Es bestand akute Lebensgefahr.

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Symbolbild

Solche durch Leichtsinn und Unachtsamkeit selbstverursachten Unfälle enden häufig tödlich. Überlebende können erst nach monatelangen Klinikaufenthalten entlassen werden. Sie leiden ein Leben lang an körperlichen Folgen und gesundheitlichen Schäden.

Die Bundespolizei bittet Eltern, ihre Kinder immer wieder auf die Gefahren, welche von Bahnanlagen ausgehen, eindringlich hinzuweisen. Weiterhin ergeht der Appell an Gruppen, auf ihre Freunde einzuwirken, damit es nicht immer wieder zu solchen Vorfällen wie am vergangenen Wochenende kommt.