Schwerfällige Augsburger Panther verlieren bei Fanrückkehr gegen Iserlohn

Am Freitagabend durften erstmals seit November wieder Fans die Augsburger Panther im Curt-Frenzel-Stadion begleiten. Zu feiern hatten sie am Ende nichts. Nach einer schwerfälligen Leistung musste man sich Iserlohn 1:2 geschlagen geben.

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Ausgerutscht! Augsburger Panther verlieren bei Fanrückkehr gegen Iserlohn | Foto: Wolfgang Czech

Schon vor dem heutigen DEL-Spiel stand fest, dass diese Partie etwas besonderes für beide Teams sein wird. Erstmals seit Anfang November konnte der AEV wieder vor Fans im eigenen Stadion spielen, für Iserlohn war es coronabedingt die erste Partie seit 28. Dezember. Die 1.312 Zuschauer, die schließlich den Weg in den Schleifgraben gefunden hatten, bekamen dann eine ausgeglichene Anfangsphase zu sehen. Als Iserlohn nach einem Foul von Labrie an Augsburgs LeBlanc in Scheibenbesitz gekommen war, kamen die Roosters zur unberechtigten Führung. Adam hatte AEV-Schlussmann Roy per Rückhand überwinden können. Für die passende Antwort benötigten die Augsburger nur 2:45 Minuten. Verteidiger Graham konnte nach zahlreichen Vorlagen endlich auch sein erstes Saisontor erzielen. Die ganz großen Höhepunkte sollten diesem Spiel in Folge aber fehlen, daran änderte auch der erste Pausentee nichts.

Auch die Gäste aus dem Sauerland leisten sich den ein oder anderen Fehler, Augsburg präsentierte sich aber streckenweise vor beiden Toren zu zögerlich. In der eigenen Zone bekam der AEV oftmals keinen Zugriff auf die Gegenspieler, vor dem Tor von Andi Jenike zeigte man sich zu wenig zielstrebig. LeBlanc und Max Eisenmenger scheiterten mit den beiden besten Situationen am IEC-Keeper. Auf der anderen Seite musste sich Roy immer wieder lang machen und für seine geschlagenen Vorderleute klären. In der 37.  Minute war aber auch er geschlagen. Länger war gegen Labrie einen Schritt zu langsam, der 30-jährige Kandadier fälschte zum sicher nicht unverdienten 1:2 ab.

Trainer Mark Pederson war nun gefragt, die passende Pausenansprache musste her. Die richtigen Worte schien der Coach allerdings nicht gefunden zu haben. Die Panther wirkten weiter oftmals zu schwerfällig, echter Druck auf das gegnerische Tor war so nicht aufzubauen. Schlampige Zuspiele im Aufbau, zu wenige klare Abschlüsse. Es war schlussendlich zu wenig, was die Hausherren in diesem wichtigen Spiel angeboten hatten. So gab es am für die zurückgekehrten Fans nichts zu feiern. Ob der AEV am Sonntag die Möglichkeit hat es besser zu machen, stand zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Gegner Nürnberg hat aktuell Corona-Probleme im Kader.  

AEV: Roy, Keller – Lamb, Haase, Valentine, Rogl, Bergman, Graham, Länger- Payerl, Mag. Eisenmenger, Kharboutli, LeBlanc, Stieler, Max Eisenmenger, Clarke, Puempel, Saponari, Campbell, Nehring, McClure

Tore: 0:1 Adam (Whitney/Schilkey) 10., 1:1 Graham (Nehring/Saponari) 13., 1:2 Labrie (Riefers) 37.

Schiedsrichter: Rohatsch, MacFarlane | Heffner, Wözlmüller Strafzeiten: Augsburg 4 – Iserlohn 4

Zuschauer: 1.312