Sehr interessant | Tolle neue Sonderausstellung widmet sich der Augsburger Stadtmauer

Noch bis 6. Oktober wird im Grafischen Kabinett im Höhmannhaus eine interessante Ausstellung über die Augsburger Stadtmauer gezeigt. Gezeigt werden Exponate aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, die einen einzigartigen Blick auf das Augsburg vergangener Zeiten gewährt.

Bis 1860 war die Augsburger Stadtmauer weitestgehend erhalten. Romantisch umgrenzte sie die Innenstadt von Augsburg mit ihren Toren und Türmen, dem tiefen Graben und
der hohen Mauer und hielt ungebetene Besucher ab. Nachts wurden fast alle Durchgänge geschlossen, so dass niemand ohne Kontrolle die Stadt betreten konnte.

Ursprünge der Stadtmauer in der Römerzeit

Die Ursprünge der Stadtbefestigung gehen bis in die Römerzeit zurück und konnten archäologisch gesichert werden. Nach dem frühmittelalterlichen Schutz mit Graben und Palisade wurde seit dem 13. Jahrhundert ein mit Türmen, Toren und mehreren Gräben versehener Schutzwall erbaut. Wehrtechnisch immer wieder modernisiert, teilweise von Elias Holl mit weiteren Türmen versehen, stand die Stadtbefestigung bis 1866, als der bayerische König Ludwig II. die Festungseigenschaft der Stadt Augsburg aufhob. Danach wurden ein großer Teil der Tore und Mauern abgebrochen, die Gräben im Süden und Westen verfüllt.

Wie die Stadtmauer früher aussah

In der Sonderausstellung „Augsburgs Wehr und Zier. Die Stadtmauer“ wird das frühere Aussehen der Stadtbefestigung mit Grafiken und Fotos umfangreich dokumentiert und damit das Bewusstsein zur Stadtmauer als Denkmal gefördert. Die Ausstellungsstücke stammen aus einem Zeitraum vom 16. bis zum 20. Jahrhundert, der Schwerpunkt liegt dabei auf Bilddokumenten des 19. Jahrhunderts. Die Sonderschau wird gefördert durch die altaugsburggesellschaft, die sich zudem für den Erhalt des Fünfgratturms am Oblatterwall engagiert.

Augsburgs Wehr und Zier. Die Stadtmauer

27. Juli – 6. Oktober 2019

Grafisches Kabinett im Höhmannhaus
Maximilianstraße 48
86150 Augsburg
Di–So 10–17 Uhr

Eine Turnusführung zur Sonderausstellung findet im Ausstellungszeitraum immer sonntags um 16 Uhr statt.