„Sehr, sehr bitter“ | Die Stimmen zum Remis des FC Augsburg gegen Leverkusen

Ein Wimpernschlag hatte dem FC Augsburg gegen Bayer Leverkusen zum Sieg gefehlt. Am Ende reichte es für ein 1:1-Unentschieden. Das hatten die Beteiligten nach dem Spiel zu sagen.

Marco Richter (FC Augsburg #23) kann es nicht fassen, Archivfoto: Klaus Rainer Krieger/Pool

Felix Uduokhai: „Sehr, sehr bitter, wenn man mit der allerletzten Aktion den Sieg entrissen bekommt. Wir haben richtig gut verteidigt und gute Aktionen nach vorne gehabt. Nur zum Schluss haben wir uns sehr hinten rein drängen lassen, aber wenn man gesehen hat, wie wir als Team aufgetreten sind, dann kann man zuversichtlich sein, dass wir die nötigen Punkte einfahren.“

Mads Pedersen: „Mir zerbricht mein Herz, dieses Unentschieden fühlt sich echt scheiße an. Wir haben so gut gekämpft und hätten uns dadurch den Sieg verdient gehabt. Wir müssen bis zur letzten Sekunde clever spielen und haben 10 Sekunden zu früh aufgehört. Dennoch können wir auf dieser Leistung aufbauen.“

Rani Khedira: „Wir haben über 90 Minuten konsequent verteidigt und unsere Tugenden gezeigt. Wir haben aber auch den Weg nach vorne gesucht. Wir haben gezeigt, was in unserer Truppe steckt und wenn wir jedes Spiel mit dieser Mentalität bestreiten wie heute, werden wir uns auch mit Siegen belohnen.“

Florian Niederlechner: „Wenn man gegen ein Top-Team wie Leverkusen 1:1 spielt, ist das erstmal richtig gut. Wenn man aber das Gegentor in der letzten Sekunde kassiert, ist das unfassbar bitter. Aber es war ein sehr leidenschaftliches und gutes Spiel von uns, aus dem wir viel mitnehmen können für die nächsten Wochen. Ich denke, es hat jeder gesehen, dass wir ein gutes Spiel machen wollten und gemacht haben. Insgesamt war es ein richtig guter Schritt nach vorne und ein Dreier wäre die Krönung gewesen.“

zum Spielbericht: 1. Bundesliga: Augsburg verpasst Sieg gegen Leverkusen

Heiko Herrlich (Trainer Augsburg): „Ich habe von meiner Mannschaft heute eine sehr gute kämpferische Leistung gegen ein Top-Team gesehen. Wir sind früh in Führung gegangen und hatten auch danach noch weitere Möglichkeiten. Defensiv haben wir wenig zugelassen und selbst immer wieder den Weg nach vorne gesucht. In der zweiten Halbzeit hätten wir die eine oder andere Kontersituation besser nutzen können, um den Sack zuzumachen. Es ist natürlich absolut bitter, dass wir zwei Sekunden vor Spielende noch den Ausgleich kassieren. Der Punkt fühlt sich jetzt erstmal wie eine Niederlage an. Trotzdem können wir aus diesem Spiel viel mitnehmen und wenn wir so weiter auftreten, werden wir auch wieder gewinnen.“

Peter Bosz (Trainer Leverkusen): „Wir sind hier hergekommen, um das Spiel zu gewinnen. Das ist uns nicht gelungen, aber wir haben in letzter Sekunde noch zum Unentschieden getroffen, weil die Spieler bis zum Schluss daran geglaubt und vollen Einsatz gezeigt haben. Wo wir in den letzten Wochen immer ein Gegentor kassierten, haben wir es heute selbst gemacht. Die erste Halbzeit haben wir das Spiel zwar kontrolliert und hatten viel Ballbesitz, aber keine Großchance. In der zweiten Halbzeit mussten wir mehr Risiko eingehen und dann stellt das zufrieden, dieses eine Tor noch gemacht zu haben.“